Christi Himmelfahrt - ein Tag der Hoffnung

Der Tod ist nicht das Ende. Das führt uns das Fest Christi Himmelfahrt deutlich vor Augen. Christus geht uns voraus zum Vater im Himmel, der auch auf uns wartet. Nicht das Leben hier und jetzt auf Erden ist das endgültige. „Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen die zukünftige“ (Hebr 13,14). Was für eine wunderbare Zusage! So schön das Leben hier auch sein kann, es erwartet uns etwas unvorstellbar Schöneres.

Aber die Zeit auf Erden ist keine Wartezeit, die nur überstanden werden muss, um uns auf die bessere Zeit im Himmel zu freuen. Natürlich dürfen wir uns darauf freuen (und wie!), aber es darf kein passives Warten werden. Im Gegenteil: Mit beiden Füßen im Leben hier und jetzt unterwegs und das Herz offen für den Himmel. Die „Wartezeit“ sollen wir sinnvoll verbringen – durch Einsatz für unseren Nächsten und für Gott.

Und es kommt noch besser: Für diese „Wartezeit“ lässt uns Jesus nicht allein, wenn wir morgen, an Christi Himmelfahrt, feiern, dass er zu seinem Vater zurückkehrt. Er verspricht, uns den Heiligen Geist als Beistand und Tröster zu schicken. Wenn wir dafür beten, wird der Heilige Geist uns helfen, Gottes Stimme zu erkennen, zu verstehen, was Gott von uns möchte. 

So ist Christi Himmelfahrt zugleich Auftrag und Verheißung für uns: Jesus lässt uns nicht alleine zurück, er schickt uns den Heiligen Geist, der uns hilft, unseren Auftrag in diesem Leben zu erfüllen – „und ihr werdet meine Zeugen sein… bis an die Grenzen der Erde“ (Apg 1,8). Und wenn wir diesen Auftrag erfüllt haben, dürfen auch wir heimkehren in die Wohnung, die Gott für jeden von uns wunderbar im Himmel vorbereitet hat. 

Pia Eble

Dienststellenleiterin


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