Gelnhausen. Der Verlust eines Kindes gehört zu den schmerzlichsten Erfahrungen, die Eltern erleben können. Unter dem Leitgedanken „Jedes Kind ist unvergessen“ kamen am Samstag Familien, Ehrenamtliche und Unterstützende am Gedenkbaum für verstorbene Kinder auf dem Gelnhäuser Friedhof zusammen. Die Feier bot Raum für Erinnerung, Trauer und gegenseitigen Trost.
Im Mittelpunkt stand der Gedenkbaum, der seit seiner Einweihung im Mai dieses Jahres als Ort der Erinnerung und Begegnung dient. Rund um den Baum erinnern derzeit 14 Erinnerungssteine an verstorbene Kinder. Während der Gedenkfeier wurde zudem ein weiterer Stein für ein im vergangenen Sommer verstorbenes Kind ergänzt.
Welche Bedeutung dieser Ort für betroffene Familien hat, verdeutlichte Chiara Citran vom Malteser Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst Main-Kinzig-Kreis: „Mit dem Gedenkbaum haben wir einen Ort geschaffen, an dem Familien ihre Kinder in liebevoller Erinnerung wissen können. Er zeigt, dass jedes Kind Spuren hinterlässt und für immer Teil unserer Gemeinschaft bleibt.“
Der Gedanke einer bleibenden Verbundenheit zog sich durch die gesamte Feier. So erinnerte auch Wilfried Wanjek, Leiter des Hospizzentrums Main-Kinzig-Fulda, daran, dass die Verbindung zu einem geliebten Kind über den Tod hinaus bestehen bleibt: „Die Liebe zu einem Kind endet nicht mit dessen Tod. Sie bleibt und verbindet uns mit den Erinnerungen, die wir für immer im Herzen tragen.“
Gebete und Fürbitten luden die Teilnehmenden anschließend zum Innehalten und gemeinsamen Gedenken ein. Durch die Feier führte der ehrenamtliche evangelische Pfarrer im Ruhestand Volker Wendland. Die musikalische Begleitung von Geigerin Verena Müller verlieh den bewegenden Momenten einen besonders würdevollen Rahmen.
Zum Abschluss wurde ein Blick in die Zukunft gerichtet: Die Botschaft des Tages soll dauerhaft sichtbar bleiben. Derzeit befindet sich eine Stele mit der Inschrift „Jedes Kind ist unvergessen“ in der Fertigung. Finanziert wird sie vom Lions Club Schlüchtern-Bergwinkel.