Aus einer anfänglichen Zurückhaltung wurde schnell lebhaftes Gespräch: Das Projekt „Junior-Senioren-Begleitung – Engagiert durch das Leben“ der Malteser in Magdeburg geht nach längerer Pause in die zweite Runde. Das Ziel: Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse ältere Menschen wecken und zeigen, dass der Austausch zwischen den Generationen gar nicht so schwer ist.
Schon beim ersten Kennenlernen zeigte sich, worum es bei dem Projekt geht: Menschen zusammenzubringen. Mit Steckbriefen, persönlichen Geschichten und vielen neugierigen Fragen fanden die Jugendlichen schnell einen Zugang zueinander. Aus Gesprächen über Lieblingssachen, Hobbys und gemeinsame Interessen entstanden die ersten Verbindungen.
Doch die Junior-Senioren-Begleitung bietet weit mehr als nette Begegnungen. Die Teilnehmenden setzen sich auch mit dem Thema Alter auseinander. In gemeinsamen Übungen sprachen sie darüber, wie ältere Menschen wahrgenommen werden und welche Vorstellungen oder Vorurteile dabei eine Rolle spielen. Der offene Austausch machte deutlich, wie wertvoll es ist, unterschiedliche Lebenswelten kennenzulernen und voneinander zu lernen.
Im ersten Schulhalbjahr werden fünf Schülerinnen die Bewohnerinnen und Bewohner der Residenz Vogelsang in Magdeburg regelmäßig alle vierzehn Tage besuchen. Was sie gemeinsam machen können, dafür haben die Gymnasiastinnen bereits eine Ideenliste entwickelt: gemeinsame Spaziergänge durch den Stadtteil, Spiele- und Gesprächsnachmittage, Koch- und Backaktionen sowie viele Gelegenheiten für persönliche Begegnungen. Im zweien Halbjahr sind dann acht andere Schüler, darunter auch ein Junge, im Projekt aktiv.
Mit den neuen Junior-Seniorenbegleiterinnen und -begleitern wächst nun erneut eine Gemeinschaft, in der Generationen nicht nebeneinander, sondern miteinander Zeit verbringen. Denn oft braucht es nur ein erstes Gespräch, damit aus Fremden Vertraute werden und aus zwei Generationen ein gemeinsames Miteinander entsteht.