Mit bewegenden Worten hat Alexander Fuchs, Leiter des Bildungszentrums „Crux Alba“ in Magdeburg, 14 Auszubildende ins Berufsleben als Notfallsanitäter verabschiedt: „Heute ist ein besonderer Tag“, betonte Fuchs. „Wenn ich auf Sie blicke, sehe ich keine Schülerinnen und Schüler mehr. Ich sehe Kolleginnen und Kollegen. Ich sehe Menschen, denen ich im Notfall mein eigenes Leben und das Leben meiner Familie anvertrauen würde.“
Die vergangenen drei Jahre seien alles andere als ein Spaziergang gewesen. Vielmehr habe die Ausbildung die angehenden Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter mental, fachlich und persönlich gefordert. Neben theoretischen Inhalten wie Anatomie, Pharmakologie und Krankheitslehre standen zahlreiche praktische Übungen auf dem Programm. Simulierte Notfälle mit schwierigen Rahmenbedingungen bereiteten die Auszubildenden auf die Herausforderungen des Berufsalltags vor.
Alexander Fuchs erinnerte daran, dass die Absolventinnen und Absolventen ihre Ausbildung mit viel Idealismus begonnen hätten. Im Verlauf der Ausbildung sei dieser Idealismus mit wissenschaftlichem Fachwissen, praktischen Erfahrungen und hoher Verantwortung verbunden worden. Besonders, auch in stressigen Situationen Ruhe zu bewahren, Prioritäten zu setzen und als Team zu agieren. Er betonte aber auch die Verantwortung des Berufs. Das Notfallsanitätergesetz übertrage den Fachkräften weitreichende Befugnisse, verlange jedoch zugleich ein hohes Maß an Reife und Verantwortungsbewusstsein. Den Höhepunkt bildete schließlich die Prüfungsphase, in der die Auszubildenden insgesamt zehn Prüfungsbestandteile erfolgreich absolvieren mussten.
Neben der fachlichen Qualifikation stand zum Abschluss die Menschlichkeit in den Mittelpunkt. „Ein Patient ist kein Fall“, sagte er. Empathie sei das wichtigste Werkzeug im rettungsdienstlichen Alltag. Freundliche Worte, Verständnis und Mitgefühl würden oft genauso lange in Erinnerung bleiben wie die medizinische Versorgung selbst.
Auch die Bedeutung lebenslangen Lernens wurde deutlich. Mit dem erfolgreichen Abschluss beginne ein neuer Abschnitt, in dem regelmäßige Fort- und Weiterbildungen unerlässlich seien. Sein Dank galt dem Lehrerkollegium, den Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern sowie den Familien und Freunden, die die Absolventinnen und Absolventen während der Ausbildung unterstützt haben.
Mit großem Applaus – und gelöstem Lachen – endete die Feierstunde. Die Absolventinnen und Absolventen starten nun in einen Berufsalltag, der hohe Anforderungen mit sich bringt – und zugleich die Möglichkeit bietet, täglich einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.