Neues Malteser-Zuhause mit Herz und für Selbstständigkeit im Alter in der Lutherstadt Wittenberg eingeweiht

Spiritual Dr. Matthias Hamann hat das Haus bei der Eröffnung gesegnet.
Blick in den sanierten Wohnbereich
Eine kleine Einbauküche ermöglicht den Bewohnern mehr Selbstständigkeit
Die Teams von Ambulanter Pflege und Servicewohnen mit Geschäftsführung, Spiritual Hamann und dem Ehrengast Dr. Reiner Haseloff (ehem. Ministerpräsident Sachsen-Anhalt)
So sah ein Badezimmer vor der Sanierung aus.
So sah ein Wohnraum vor der Sanierung aus.

Nach bewegten Zeiten blicken die Menschen im Seniorenpark „Am Apollensberg“ auf eine positive Zukunft: Seit zwei Monaten wird die Einrichtung von den Maltesern betrieben und hat sich zu einem herzlichen Zuhause für Seniorinnen und Senioren entwickelt, das Selbstständigkeit und Gemeinschaft gleichermaßen fördert.

Mit der Einweihung des Servicewohnens wird in der Lutherstadt Wittenberg ein wichtiger Beitrag für eine altersgerechte und bezahlbare Wohnversorgung geleistet. Dabei geht es um mehr als nur neue Räume: „Dieses Haus hat nicht nur ein neues Gesicht bekommen – sondern auch ein Herz. Es wird ein echtes Zuhause für Menschen im Alter“, betonte Anke Brumm, Diözesan- und Bezirksgeschäftsführerin der Malteser in Sachsen-Anhalt.

Nach der Insolvenz des vorherigen Betreibers wurde das Objekt durch die Vasto Immobilien übernommen, die die Wohnanlage gezielt für die Bedürfnisse älterer Menschen umbaut. Insgesamt investiert der neue Eigentümer rund 500.000 Euro in die Modernisierung. „Wir glauben an diesen Standort und an das Konzept des Servicewohnens. Deshalb sind wir bereit, hier nachhaltig zu investieren – in moderne Ausstattung, in Barrierefreiheit und in ein Umfeld, in dem sich ältere Menschen wirklich zu Hause fühlen können“, betont Robin Zieschang von Vasto Immobilien.

Im Fokus der Neugestaltung steht ein seniorengerechtes Wohnkonzept, betrieben durch die Malteser Hilfsdienst gGmbH, das den Bewohnerinnen und Bewohnern ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Bereits fertig modernisiert sind Einraumwohnungen mit einer Größe von etwa 35 Quadratmetern. Alle verfügen über eine kleine Einbauküche, einen Balkon sowie ein barrierefrei zugängliches Dusch-Bad. Damit wird im Alltag genau das ermöglicht, was im Zentrum des Konzepts steht: mehr Selbstständigkeit im Alltag, aber trotzdem Unterstützung, wenn man sie braucht.

Mehr als 70 Gäste haben bereits den „Tag der offenen Tür“ am 17. April 2026 genutzt, um die Wohnungen zu besichtigen und sich ein Bild von den Veränderungen zu machen. Diese sind deutlich sichtbar: „Aus dem ehemaligen Hotel ist ein helleres, freundlicheres und wärmeres Haus. Es ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlen kann“, sagte Anke Brumm bei der Einweihung. Spiritual Dr. Matthias Hamann segnete das Haus.

Die Vermietung der Einzimmer-Wohnungen beginnt ab dem 1. Mai 2026.

Der weitere Umbau im Haus hat bereits begonnen: Ergänzend zu den bestehenden Einraumwohnungen entstehen Zwei- und Dreiraumwohnungen, um unterschiedlichen Wohnbedürfnissen gerecht zu werden. Dieser Prozess erfolgt im laufenden Betrieb. Derzeit leben 23 Frauen und Männer unterschiedlichen Alters im Servicewohnen. Nach Abschluss aller Umbaumaßnahmen werden hier 70 Wohnungen zur Verfügung stehen.

Das Malteser Servicewohnen steht Menschen ab 55 Jahren offen. Neben der Miete zahlen die Mieter eine feste Servicepauschale. Diese umfasst unter anderem den Hausnotruf mit entsprechendem Notrufknopf und Hausnotruf-Rauchmelder, einen Hausmeisterservice, Einkaufs- und Arztfahrten, Veranstaltungen und Ausflüge. Zusätzlich kann ein Menüservice genutzt werden, der warme Mittagsmahlzeiten ermöglicht.

Um im Servicewohnen zu leben, ist kein Pflegegrad erforderlich. Für Menschen mit Pflegebedarf ist der Ambulante Pflegedienst der Malteser direkt vor Ort.


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