Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen Baden-Württemberg für Dr. Uwe Ochs, Jürgen Riegger und Dr. Martin Roesen

Gruppenfoto mit den ausgezeichneten Maltesern, dem Innenminister und der Leitung der Malteser Baden-Württemberg
Dr. Martin Roesen (4.v.l.h.), Dr. Uwe Ochs (3.v.r.) und Jürgen Riegger (r.) wurden mit dem Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen ausgezeichnet. Außerdem im Bild (v.l.n. r.): Malteser Regionalleiter Karl-Eugen Graf von Neipperg, Innenminister Thomas Strobl, Landesbeauftragter Edmund Baur und Regionalgeschäftsführer Klaus Weber.
Die Medaille
Mit dem Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen ehrt das Innenministerium Menschen, die sich für den Bevölkerungsschutz besonders verdient gemacht haben und anderen damit ein Beispiel geben. Foto: Innenministerium Baden-Württemberg / Steffen Schmid

„Unser Bevölkerungsschutz tut alles, damit die Menschen im Land sicher leben können. Auf die vielen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist Verlass. Sie sind da, wenn es darauf ankommt – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Mit der Verleihung des Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichens ehren wir diejenigen, die Großartiges geleistet haben“, so Thomas Strobl bei der Feierstunde.  

Dr. Uwe Ochs – Medizinische Kompetenz und Engagement über Jahrzehnte 

Seit 2000 prägt Dr. Uwe Ochs als Notarzt und medizinisch Verantwortlicher für die Malteser den Rettungsdienst in Baden-Württemberg. Er entwickelte Ausbildungsstandards, bildete zahlreiche Einsatzkräfte aus und leitete wichtige Großeinsätze – von Katholikentagen, Romwallfahrten bis hin zu Welt und Fußballmeisterschaften. Seit 2012 ist er Diözesanarzt Rottenburg-Stuttgart und seit 2013 Landesarzt der Malteser Baden-Württemberg. In verschiedenen Arbeitsgruppen und Fachkommissionen beim Innen- und Sozialministerium Baden-Württemberg wirkte er maßgeblich an Leitlinien und Ausbildungsordnungen für angehende Notfallmediziner/innen mit. Während der Corona-Pandemie trug Dr. Ochs die ärztliche Verantwortung bei den vielen Maßnahmen der Malteser in Baden-Württemberg – von Impf- und Testzentren bis hin zu den bundesweit beachteten Drive-in-Station. Auch international engagierte er sich, insbesondere in der Akut- und Nachversorgung Schwerverletzter in Vietnam. Dr. Uwe Ochs verbindet hohe fachliche Kompetenz mit wertschätzender Führung – und all dies leistet er seit Jahrzehnten ehrenamtlich. 

Jürgen Riegger – Verlässliche Führung und jahrzehntelanger Einsatz im Katastrophenschutz 

Seit 1983 engagiert sich Jürgen Riegger beim Malteser Hilfsdienst und steht seither in besonderer Weise für Kontinuität, Einsatzbereitschaft und Führungsverantwortung im Bevölkerungsschutz. Sein ehrenamtlicher Weg begann nach einer Katastrophenschutzübung als Sanitätshelfer. In den folgenden Jahren übernahm er als Sanitätsgruppenführer zunehmend Verantwortung und führte über lange Zeit Einheiten im Katastrophenschutz. Seit 2009 ist er Zugführer der 2. Einsatzeinheit in Villingen‑Schwenningen, die gemeinsam mit dem DRK‑Kreisverband Donaueschingen gestellt wird. Über seine Führungsaufgaben hinaus prägte Jürgen Riegger den Malteser Hilfsdienst in vielfältiger Weise. Viele Jahre engagierte er sich im Behindertenfahrdienst und übernahm insbesondere an Wochenenden zahlreiche Fahrten. Auch in der Jugendarbeit brachte er sich ein und leitete nach entsprechender Ausbildung eine Jugendgruppe. Zudem wirkte er in verschiedenen unterstützenden Funktionen im Katastrophenschutz mit, unter anderem im Material‑ und Gerätebereich sowie bei der Helferbewirtung. Jürgen Riegger steht damit seit mehr als vier Jahrzehnten für tatkräftigen ehrenamtlichen Einsatz, große Verlässlichkeit und eine tiefe Verbundenheit mit dem Bevölkerungsschutz der Malteser. 

Dr. Martin Roesen – Engagement für Freiburg seit 26 Jahren

Seit 1978 aktives Mitglied und seit 24 Jahren Stadtbeauftragter für Freiburg, steht Dr. Martin Roesen für beispielhaftes Engagement im Katastrophenschutz. Er vertritt die Malteser in zahlreichen Gremien und setzte sich maßgeblich dafür ein, dass in Freiburg der Spatenstich für das neue Katastrophenschutzzentrum erfolgen konnte. Bei fast allen Einsätzen ist Dr. Martin Roesen persönlich vor Ort. Auch beim Papstbesuch 2011 prägte er als Verantwortlicher die Planung und Organisation und engagierte sich über Tage hinweg intensiv. In der Einsatzeinheit unterstützt er besonders die Betreuungseinheit, bildet Helferinnen und Helfer am Feldkochherd aus und kümmert sich um Materialerhalt und -ergänzung. Zudem brachte er seine praktische Erfahrung in die Novellierung des Landeskatastrophenschutzgesetzes ein – mit zahlreichen Impulsen aus der Basis. Dr. Roesen wurde das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen bereits im letzten Jahr für 2024 verliehen. 

Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen 
Menschen, die sich für den Bevölkerungsschutz ganz besonders verdient gemacht haben und anderen damit ein Beispiel geben, ehrt das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg einmal jährlich mit dem Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen.  

 Zur Pressemitteilung des Innenministeriums


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