Kirche im Bevölkerungsschutz - Arbeitskreis bei den Maltesern für Zivilschutz in Gemeinden

Kirche im Bevölkerungsschutz - Ein Aufgabengebiet in herausfordernden Zeiten
Informationen zum Zivilschutz auch in Kirchengemeinden verbreiten, etwa im Pfarrbrief oder auf der Gemeindehompeage - Krisenresilienz und Notfallvorsorge einüben ist wichtig im Winter 2026 - Überlegt gerne mit uns zusammen und helft mit, dass Kirchen zivilschutztauglich werden - Telefon: 0561 8619142
  • Kirchliches Netzwerk Resilienz schaffen

Steigerung der Resilienz in und um Kirche ist eine wichtige Aufgabe, das bestätigt Generalleutnant a.D. Martin Schelleis, Bundesbeauftragter der Malteser für Krisenresilienz, Sicherheitspolitik und Zivil-Militärische Zusammenarbeit. Gerade in Krisenzeiten muß Kirche weiter funktionsfähig sein, weil sich die Menschen dann eher wieder um sie scharen werden. Kirchengemeinden wiederum brauchen praktische Hilfestellungen. Es ist wohl an der Zeit ein 'kirchliches Netzwerk Resilienz' zu planen. Herr Schelleis ist seit Sommer 2026 Präsident der Malteser in Deutschland.

  • Hessische Resilienzwoche 2026 – Kirchen können mitmachen

Die Hessische Resilienzwoche stellt erstmals eine ganze Aktionswoche unter das Zeichen von Krisenvorsorge, Selbstschutz und Hilfe zur Selbsthilfe.

Kirchliche Dienststellen, Pfarreien und Einrichtungen können ganz praktisch mitmachen: Hinweise auf Homepage, Pfarrbrief und Social Media veröffentlichen, Informationsmaterial auslegen, das Thema in Gruppen und Gremien ansprechen oder zu einer kleinen Informationsveranstaltung einladen.
Schon ein kurzer Hinweis hilft, Menschen für Vorsorge und gegenseitige Verantwortung zu sensibilisieren.

  • Zivilschutzthemen auch im Pfarrbrief und auf der Gemeinde-Homepage

Da habt Ihr bestimmt schon selbst dran gedacht: Zivilschutzthemen im Pfarrbrief und den Publikationen der Kirchengemeinde können sinnvoll und zielgruppengerecht über die Katastrophenvorsorge informieren. Das muss nicht gleich das „Notläuten“ der Kirchenglocken zur Warnung der Bevölkerung sein, sondern es sind vor allem die Hinweise auf geeignete Schutzorte in der Nachbarschaft oder Tipps zur individuellen Notfallvorsorge, also einfache Dinge zur praktischen Nächstenliebe. Über Notfallvorräte, Erste-Hilfe-Kurse oder Verhalten bei Katastrophen (Naturereignisse, Krieg) können kleine Artikel aufklären und auch Vorschläge sammeln für Gebet und Andacht in Not, Leid und in unheilvollen Zeiten.
Nicht vergessen: Pfarrbüros und Zentralen Dienststellen sollen für Schriftenstände in Gotteshäusern und Einrichtungen die kostenlosen Ratgeberbroschüren des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“  bestellen und auslegen.

Im September 2026 haben wir ausgewählte Kirchengemeinde und Pfarrbriefredaktionen angeschrieben und um Veröffentlichung gebeten. Bei einer Stichprobe aktueller Pfarr- und Gemeindebriefe aus Kassel und der Region fanden sich bis dahin kaum Hinweise auf Bevölkerungsschutz, Zivilschutz oder Notfallvorsorge in den letzten Monaten.

  • Bedrohungslage in Deutschland - Was machen die Kirchen?

Thomas Arnold mahnt im August 2026 angesichts der Bedrohungslage die Kirchen und schreibt in einem Kommentar: "Noch drängt sich nicht der Eindruck auf, dass die Kirchen konkrete Maßnahmen ergreifen, um angesichts der veränderten Lage ihre Strukturen anzupassen und Positionen zu überdenken.“
“Noch sind es mehr Fragen als Antworten, die das Papier leiten. Vor allem ist es aber – geduldiges – Papier. Noch drängt sich nicht der Eindruck auf, dass die Kirchen konkrete Maßnahmen ergreifen, um angesichts der veränderten Lage ihre Strukturen anzupassen und Positionen zu überdenken. Dahinter steht die Frage, ob und wie weit die Kirchen sich stärker in eine Struktur der Resilienz angesichts einer veränderten Bedrohungslage einbinden lassen. Und wo ihre Grenzen sind. Das betrifft die Militärseelsorge ebenso wie Bistümer und Verbände bis hin zu Maltesern und Caritas. Der Weg des Umsteuerns, allein im Kopf, ist weit. Dass die Zeit drängt, weil die Bedrohungslage sich verändert hat, dürfte der Vorfall in Leipzig gezeigt haben.”
 https://www.katholisch.de/artikel/69946-die-bedrohungslage-wandelt-sich-und-die-kirchen

  • Spaziergang zur Krisenresilienz - Am Kirchort Sankt Joseph in Kassel über Zivilschutz und Selbsvorsorge nachdenken auf 1,3 km Fußweg

In Kassel lernt man gerne beim Spazierengehen. Ideen von Lucius Burckhardt haben uns zum "Zivilschutz-Rundgang" um den Rothenberg inspiriert. Dabei erforschen wir im Alltag Herausforderungen und Bedrohungen der Zeit auch zur Vermittlung von Inhalten und Wissen. Wir trainieren so Krisenresilienz. - Erste Rundgänge haben stattgefunden. Weitere Zivilschutzspaziergänge sind in Vorbereitung. Mehr Informationen auf… LINK

  • Termine: Nacht der offenen Kirchen 2026, Kirchort Sankt Joseph (25.09.2026) zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst mit Informationsangeboten zur persönlichen Krisenresilienz (Marburger Str. 87 Nähe Marienkrankenhaus)
    18 Uhr - Abendlob
    18:30 und 20:30 Uhr - Zivilschutzspaziergänge am Rothenberg - Wichtige Notfallvorsorge damals und für heute (jeweils 90 Minuten)
     
  • Konzept Zufluchtsort der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck online

“Die sicherheitspolitische Lage in Europa hat sich verändert. Erstmals seit Jahrzehnten gehört auch die Möglichkeit eines Bündnisfalls wieder zu den Szenarien, die Kommunen, Hilfsorganisationen und staatliche Stellen in ihre Planungen einbeziehen. Welche Verantwortung erwächst daraus für Kirchengemeinden?”  Diakon Dr. Ralph Fischer, Referat Gemeindeentwicklung, EKKW
       Kirchliche Homepage zum Thema Zivilschutz und zivil-militärische Zusammenarbeit auf https://www.ekkw.de/service/gemeindeentwicklung/zivilschutz-und-zivilmilitaerische-zusammenarbeit 

  • Ukraine: Benediktinerinnenkloster als Ort der Krisenresilienz in Kriegszeiten

Mit Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine 2022 wurde das Benediktinerinnenkloster in Solonka bei Lwiw zu einem konkreten kirchlichen Zufluchtsort. Die Schwestern öffneten ihr Kloster – teilweise sogar die Klausur – für Binnenvertriebene. Hunderte Menschen, vor allem Frauen, Kinder und Familien aus umkämpften Regionen, fanden hier Schutz und Unterkunft.
Neben Verpflegung und Alltagsversorgung bot das Kloster Gemeinschaftsräume, Möglichkeiten für Kinder sowie geistliche und psychosoziale Begleitung. Gebet, Gespräche, gemeinsames Kochen und gegenseitige Hilfe gaben den Geflüchteten Halt und halfen, den Alltag unter Kriegsbedingungen zu bewältigen.

Auch die Benediktinerinnen aus Schytomyr (Partnerstadt von Kassel) waren unmittelbar vom Krieg betroffen. Wegen der Bombardierungen mussten sie Schutzräume aufsuchen und zeitweise selbst nach Solonka evakuiert werden.

Das Beispiel zeigt eindrücklich, welche Bedeutung Klöster und andere kirchliche Orte im Zivil- und Bevölkerungsschutz gewinnen können: als Orte des Schutzes, der Versorgung, der Gemeinschaft und der psychosozialen Unterstützung. (KI 8/2026)

  • Polen: Kirche bereitet sich auf Krieg und Krisen vor

Die Regierung in Warschau setzt beim Schutz der Bevölkerung in Notfällen auch auf die Kirche im Land. Die Bischofskonferenz erarbeitet einen Aktionsplan, um für Naturkatastrophen und einen möglichen Krieg gewappnet zu sein. Das berichten Mitte Juni 2026 Medien, u.a. die https://evangelische-zeitung.de/kirche-in-polen-bereitet-sich-auf-krieg-und-krisen-vor/   

Pfarrliche Zivilschutzgruppen in Gemeinden bilden sich - Parafialne Grupy Obrony Cywilnej (PGOC)  https://pgoc.pl/ 
 

  • Osteuropäische Kirchengemeinden kennen Hilfe in Not und Gefahr - Zivilschutzkonzepte an vielen Orten in Arbeit

Ob katholisch, griechisch-katholisch, orthodox oder evangelisch, Pfarreien in Polen, Rumänien, Litauen, Estland und anderen Regionen organisieren sich in Gruppen der Pfarrei oder haben Verträge mit Hilfsorganisationen oder Behörden um bei Naturkatastrophen, Unglücken oder Kriegs- und Krisengefahren Menschen in Not vielfältig zu unterstützen weit über die Seelsorge hinaus.

  • Im Bistum Fulda hat der Katholikenrat eine Projektgruppe “Kirche in der Krise - Was tun, wenn..” gestartet

Der Katholikenrat im Bistum Fulda hat am vergangenen Mittwoch (06.05.2026) eine Projektgruppe mit einem ersten Treffen in Bad Hersfeld gestartet. Das Laiengremium wird zum Themen „Kirche in der Krise (KIK) – Was tun, wenn…” arbeiten. Man will sich mit der Frage beschäftigen, wie Laien im Krisenfall tätig und wirksam werden können. “Die auf den verschiedenen Ebenen erarbeiteten Texte machte die Relevanz deutlich”  ist in einem Instagram-Post zu lesen und es werden dort Ziele für die gemeinsame Arbeit genannt, etwa die Klärung der Rolle des KR und seiner Mitglieder im Krisenfall, die Erarbeitung von Möglichkeiten der Zuarbeit zu Administration und Hilfsorganisationen und die Überlegungen zu Einsatzmöglichkeiten für Menschen in Not. 

Was kann eine normale Pfarrei im Krisenfall leisten – und an welchen Punkten stößt spontane kirchliche Hilfe an organisatorische Grenzen? Wie muß Verzahnung und Koordination aussehen? - Überlegt gerne mit uns zusammen und helft mit, dass Kirchen zivilschutztauglich werden. Wo können die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Bevölkerungsschutz hilfreich sein. - Telefon: 0561 8619142

  • Im Katastrophenfall ist auch der liebe Gott gefragt

„Im Katastrophenfall ist auch der liebe Gott gefragt. So ist die Kirche ein Ort der Zuversicht, des Trosts und der Hoffnung." Evangelische Kirche äußert sich zur Krisenprävention in der Öffentlichkeit. "Wir wollen keine Krise, wir wollen aber vorbereitet sein." https://osthessen-news.de/n11792740/krisenpravention-im-fokus-was-erwartet-uns-im-ernstfall-sind-wir-bereit.html  (5/2026)

  • Ökumenisches Arbeitspapier zur "Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“ 

Die evangelische und katholische Kirche in Deutschland haben in den zurückliegenden Monaten ein Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall entwickelt. Es handelt sich um ein internes Arbeitspapier, das der Stärkung organisatorischer Resilienz der Kirchen dient. ( Link ) (Dokument PDF
Das Nachrichtenportal katholisch.de schreibt zum “internen Arbeitspapier” der Kirchen, das bisher nicht offiziell vorgestellt wurde: "Gefallene müssen beerdigt werden, Soldaten und Verwundete brauchen Seelsorge, Kriegsgefangene Betreuung. So wie sich die Bundeswehr mit einem "Operationsplan Deutschland" auf einen eventuellen NATO-Bündnisfall vorbereitet, haben auch die beiden großen Kirchen in Deutschland Pläne für den Kriegsfall aufgestellt." ( Quelle )

Das entsprechende gemeinsame Papier wurde bisher nicht offiziell vorgestellt, ist jetzt aber als "internes Arbeitspapier" auf den Internetseiten der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nachzulesen.

  • Kirchen in Berlin aktiv bei der Großschadenslange Anfang 2026

Das war eine Großschadenslage zum Jahresanfang in Berlin, denn ein Blackout nach den Befürchtungen und Szenarien der Fachleute umfasst ganze Städte und Landstriche. Ein Stromausfall mit allen Folgen ist aber eine nicht zu unterschätzende Krise, das haben viele erlebt. Die Tage in Berlin waren ein großer Schrecken und ein Weckruf zur Krisenresilienz. Wir wünschen uns, dass auch viele Kirchengemeinden diesen vernehmen.
Wir durften dort auch das sehen in Berlin:  Kirchengemeinden und Einrichtungen waren betroffen und ebenso haben sich Kirchorte von Anfang aktiv eingebracht in der Hilfe in der Krise.

Engagierte Gläubige in Gemeinden vermittelten Schlafplätze, boten Räume und Heißgetränke an, organisierten Nachbarschaftsnetzwerke und konnten von Anfang an auch auch staatliche Strukturen ergänzen. Wir erinnern daher Kirchen und Religionsgemeinschaften gerne daran, dass sie sich befähigen sollen im Notfall sich selbst zu organisieren und vorbereitet zu sein. Sie können durch gute Vorsorge oder lokale Unterstützungsstrukturen helfen, das stabilisiert die Gesellschaft und entlastet professionelle Einsatzkräfte.

  •  Kirchengemeinden in lokalen Unterstützungsstrukturen wichtig

Der Welttag des Zivilschutzes wurde 1990 von der Internationale Zivilschutzorganisation (ICDO) initiiert, um der Weltöffentlichkeit die Bedeutung des Katastrophenschutzes bewusst zu machen und das Bewusstsein für Prävention und Selbstschutz zu stärken. Am diesjährigen Tag des Zivilschutzes (01. März) erinnern wir auch Kirchen und Religionsgemeinschaften daran, dass sie sich befähigen sollen im Notfall sich selbst zu organisieren und vorbereitet zu sein. Sie können durch gute Vorsorge oder lokale Unterstützungsstrukturen helfen, das stabilisiert die Gesellschaft und entlastet professionelle Einsatzkräfte.

  • Treffpunkt an der Kirche - auch im Krisenfall ein Segen

Kürzlich zu lesen in der Zeitung mit den großen Buchstaben war es: "So kann sich die Bevölkerung im Ernstfall schützen" und der "Bundeswehr-Oberst erklärt", das gute Vorbereitung auf Katastrophen und Krieg mehr ist als Konserven zu lagern, denn die „Vorbereitung ist auch Kopfsache."
Der Oberst rät zu einfachen Absprachen in der Familie: Wenn Stromausfall ist, WhatsApp und Co. nicht mehr funktionieren - wo treffen wir uns? "Beispielsweise könne man schon vorher festlegen, dass in einem solchen Fall die Kirche der Treffpunkt ist, die Oma die Kinder dort abhole. Diese einfachen Mittel sind schon ein riesiger Schritt." Denn gute Planung verhindere Panik. (Bild Hannover online 05.03.2026)

  • Netz der Kirchengemeinden in der Krise ein Segen

Die Berliner Caritas-Direktorin Ulrike Kostka hat das Krisenmanagement des Landes beim anhaltenden großflächigen Stromausfall am Jahresbeginn 2026 im Berliner Südwesten kritisiert. Die aktuelle Situation zeige, wie wichtig das Netz der Kirchengemeinden sei, so Kostka. Sie seien vor Ort, genauso wie die Dienste und Einrichtungen der Caritas. "Wir sind direkt im Sozialraum und können nah bei den Menschen sein. Das ist gut, ebenso wie die Unterstützung durch die Malteser. Das zeigt noch einmal, dass die Kirche gerade in der Krisenhilfe sehr stark ist."  (Quelle 06.01.2026)

  • Erfahrungen aus Berlin am Jahresanfang 2026

... In der Emmaus-Gemeinde fragt Pfarrerin Susanne Seehaus nicht nach Zuständigkeiten. Sie hat seit Samstag ihre Ehrenamtlichen aktiviert, Rundmails geschrieben und die Kirche geöffnet. „Die Berliner strotzen nur so vor Hilfsbereitschaft“, sagt sie. „Das wärmt mich in meinem Herzen.“ Viele Betroffene aber haben sich schon vorher selbst geholfen, sind bei Verwandten oder im Hotel untergekommen... (Link / Quelle)

  • Sind die Kirchen eigentlich zivilschutzfähig?

Diese Fragen stellen wir uns schon am Gedenktag des Maltesergründers des sel. Gerhard am 13. Oktober 2025. Dieser Tag ist seit 2009 auch der “Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung”, der jährlich begangen wird. Wie passend, da doch die Malteser in Not und Katastrophenhilfe engagiert sind! Allerdings ist der erste Blick in Literatur und Studie ernüchternt. Zum einen werden Kirchen und Religionsgemeinschaften kaum gesehen und tauchen nicht mal als “Multiplikatoren” auf, die das Anliegen von Schutz und Sicherheit für die Bevölkerung bewerben könnten. Auf der anderen Seite rechnet auch niemand mit einem Beitrag, denn eine Studie (4/2025) formuliert es klar: “… Kirchen oder religiöse Vereinigungen (0 Prozent) spielen nur eine untergeordnete beziehungsweise keine Rolle” im Bevölkerungsschutz.

  • Mehr Resilienz und klare Zuständigkeiten im Katastrophenschutz zum Jahresanfang 2026 gefordert

Martin Schelleis ist Bundesbeauftragter für Krisenresilienz, Sicherheitspolitik und Zivil-Militärische Zusammenarbeit bei den Maltesern und hilft dem Verband krisentauglich zu werden. Es braucht darüber hinaus in der Gesellschaft einen ganzheitlichen Ansatz für den Katastrophenschutz: "weniger Transparenz bei kritischer Infrastruktur, mehr Redundanzen, schnelle Reparaturteams und klare Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Die Katastrophe zeigt, wie dringend Deutschland seine Resilienz stärken muss..." (Quelle)

Naturkatstrophen, Unglücksfälle, Ausfall von kritischer Infrastruktur, militärische Konflikte: Wir alle sind gefordert, uns darauf vorzubereiten. Die Malteser arbeiten in vielen Aufgabenfeldern dazu:  https://www.malteser.de/krisenresilienz-gefahrenabwehr.html

  • Praktische Ansätze in Kassel - Kirchort beschäftigt sich mit Fragen zum Bevölkerungsschutz

Am Kirchort Sankt Joseph in Kassel wird das Thema Krisen, Not und Gefahr bereits konkret seit Herbst 2025: Beim Begegnungscafé nach der Messe testeten Besucher schon mal Kurbelradios – eine wichtige Informationsquelle bei Stromausfall. 
Bald folgten weitere Aktionen, etwa Brotsuppe über offenem Feuer kochen, inspiriert von Erfahrungen Geflüchteter. So wird Zivilschutz greifbar – mitten im Gemeindeleben.
In den Sitzungen des Pfarrgemeinderates der Großpfarrei Sankt Elisabeth erinnert Pfr. Krönung immer wieder an den Bevölkerungschutz und ermutigt die Gemeinden Verantwortung über den Kirchturm hinaus zu lernen.
Dabei liegen jedes Mal auch die kostenlosen BBK-Broschüren zur Katastrophenvorsorge aus und für die Helferschaft gibt eine 12seitige Handreichung mit ersten Empfehlungen und Hinweisen.

  • Bischof Gerber mahnt Gemeinwohl in der Gesellschaft und der Kirche an

Bischof Dr. Michael Gerber ruft zum Jahresschluss 2025 im Fuldaer Dom dazu auf, Verantwortung über den eigenen Kreis hinaus zu übernehmen. In einer Zeit von Polarisierung und Entsolidarisierung brauche es einen Perspektivwechsel hin zu Gemeinwohl und Menschenrechten. Gerber wirbt für die Fähigkeit, „ein Geschehen aus der Perspektive anderer zu sehen“ und plädiert für neue Allianzen. Für das Bistum Fulda kündigt er einen Klärungsprozess an: Aufgaben und Kräfte sollen neu gebündelt werden. ... ( Link )

  • Kirchen als Schutzräume im Blick - Wo stehen wir?

Mitte Dezember 2025 wird bekannt, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Städte und Gemeinden aufgefordert hat, ab März 2026 öffentliche Schutzräume zu benennen. Genannt werden laut dem Dokument unterirdische Räume wie Keller von Schulen, Verwaltungen, Kirchen oder Kindertagesstätten sowie unterirdische Bahnhöfe oder Tiefgaragen. Wovor die Bevölkerung mit den Räumen geschützt werden soll, benennt das Dokument nur vage: Ziel sei es, „den sicheren Aufenthalt und Selbstschutz der Bevölkerung in Gefahrensituationen zu gewährleisten“.
Am Krieg in der Ukraine, aber auch an der Lage in Israel ist zu sehen, dass Menschen zwar vor allem Schutz vor Raketen und Drohnentrümmern suchen, allerdings immer seltener in U-Bahnstationen oder spärlich ausgestattete Keller flüchten. 
Seit Wochen und Monaten ist die Frage offen mit welchem Schutzraumkonzept die Behörden den aktuellen Herausforderungen begegnen wollen. Eine Veröffentlichung wurde mehrfach verschoben, wie den Medien zu entnehmen ist.

  • Österreich: Kirchtürme in Graz sind Anlaufstationen im Notfall

Unterstützung durch die Kirchen hat der Bevölkerungsschutz in der österreichischen Stadt Granz mit auch mit dort angesiedelten Teams der Gemeinden. Die “Krisen-Leuchttürme” sind über das Stadtgebiet verteilt und stehen den Menschen als Anlaufstelle zur Verfügung. Dafür nutzt die Stadt bekannte Örtlichkeiten - also einerseits gut sichtbare Kirchen-Standorte und andererseits auch einige Schulen sowie auch städtische Amtsgebäude. All diese Punkte sind fußläufig gut erreichbar, etwa die “Pfarre Granz-Hl. Schutzengel”, wo man etwa Notfälle melden kann und Tipps zur Selbsthilfe erhält.

www.sicherheit.graz.at/cms/beitrag/10395700/12250150/Leuchttuerme_im_Krisenfall.html 

 

Diese Seite ist seit 05.01.2026 im Netz und wird bei Bedarf aktualisiert, so am 17.08.2026 - Die Themenseite zum Bevölkerungsschutz unseres Notfallvorsorgereferats ist derzeit noch in Bearbeitung. Die Themen "Kirche im Zivilschutz" und Krisenresilienz in der eigenen Helferschaft haben wir uns vorgenommen. Wir berichten und dokumentieren die aktuellen Möglichkeiten, die wir haben und danken für Eure Rückmeldungen unter 0561.8619142. Danke!



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   Veranstaltungshinweis Kassel:
.  Samstag, 30.05.2026, Rathaus, 14:15 – 15:45
.  Zivilschutz als Herausforderung für demokratische Gesellschaften. 
   Ukrainisch-deutscher Expertenaustausch

   Gäste: Eric Quirin (SMA), Vertreter aus Schytomyr und Vertreterin/Vertretung der 
   Abteilung 37 der Stadt Kassel
   Moderation/Einführung: Ute Wiegand-Fleischhacker

Veranstaltungshinweis (weitere Veranstaltungen werden folgen): 
Dienstag, 21.04.2026, 19.00 Uhr im Großen Saal, Bildungsforum St. Michael Kassel zum Thema: Zivilschutz und Notfallvorsorge mit Dr. Astrid Dörner, Oberärztin ZNA, Peter Schneider, ehem. Bundeswehrangehöriger und Pfarrer Stefan Krönung, Malteser und Zivilschutzbeauftragter 


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