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Erfolgreiche Schulung: Malteser erproben Koordinierungsstelle für Spontanhelfende

Die Teilnehmenden der Malteser Schulung „Koordinierungsstelle für Spontanhelfende“ auf dem Gelände der Malteser Paderborn an der Karl-Schurz-Straße.
Spontanhelfende erhalten je nach Bedarf Schutzhelm und Handschuhe.
An der Registrierung tragen sich Spontanhelfende in die Helferlisten ein. (Fotos: Nils Brandes)

Ob Hochwasser, Sturm oder Evakuierungen – in Krisensituationen ist die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung groß. Viele Menschen möchten spontan helfen. In einem möglichen Katastrophenfall ist die jeweilige Kommune für den Einsatz von Spontanhelfenden zuständig. Damit diese registriert und strukturiert in den Einsatz gehen, kann sie sich einer „Mittlerorganisation“ bedienen und diese beauftragen. Genau hier setzt das Konzept der Malteser einer „Koordinierungsstelle für Spontanhelfende“ an, das nun erstmals in einer Schulung in Paderborn erfolgreich erprobt wurde.

18 ehrenamtlich Engagierte nahmen an der Multiplikatoren-Schulung teil. Ziel der Pilotveranstaltung unter Leitung von Ruth Winter aus dem Malteser Generalsekretariat war es, das Betreiben einer solchen Koordinierungsstelle praxisnah zu trainieren. Das Ergebnis: Das Konzept funktioniert und ist gut umsetzbar.

In Schadenslagen melden sich häufig viele Menschen, die helfen möchten, ohne einer Hilfsorganisation anzugehören. Eine Koordinierungsstelle dient als zentrale Anlaufstelle, an der diese Spontanhelfenden registriert, informiert und passenden Aufgaben zugewiesen werden. In der Schulung ging es unter anderem um Rollenverständnisse, Kommunikation, Motivation sowie um die Grenzen spontanen Engagements. In praktischen Übungen konnten die Teilnehmenden die Abläufe realitätsnah erproben.

Ein zentrales Thema war dabei die Frage, wann ausgebildete Fachkräfte erforderlich sind und wann auch nicht ausgebildete Helfende sinnvoll eingebunden werden können. Führung bedeutet hier vor allem, gute Rahmenbedingungen für Mitdenken, Eigeninitiative und Koordination zu schaffen. Das Angebot richtete sich ausdrücklich auch an Engagierte aus anderen Malteser Bereichen, die nicht zwingend in den Einsatzdiensten, wie dem Katastrophenschutz, tätig sind.

Das Fazit der Teilnehmenden fiel positiv aus: Besonders das praktische Arbeiten erleichterte das Verständnis der Theorie. Auch das eingesetzte System Kathelfer Pro erwies sich als leicht handhabbar. Mit der erfolgreichen Schulung haben die Malteser einen wichtigen Schritt hin zu modernen Einsatzstrukturen gemacht. Die nächste Malteser interne Schulung findet im April in Augsburg statt.


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