Auf eine spannende Reise in die Vergangenheit begab sich jetzt der Kulturbegleitdienst der Malteser Gladbeck . Gemeinsam machten sich neun Gäste und sechs begleitende Malteser auf den Weg ins TextilWerk Bocholt, um dort zu erleben, wie hart und zugleich faszinierend der Arbeitsalltag in einer Textilfabrik um 1900 war.
Im original eingerichteten Arbeiterhaus vor dem Fabriktor tauchten die Besucher tief in das Leben der damaligen Textilarbeiter ein – wie sie wohnten, schliefen, aßen und ihren Alltag meisterten. Anschließend ging es weiter durch Produktionshalle und Kesselhaus, wo historische Maschinen wie der Webstuhl eigens für die Gruppe in Gang gesetzt wurden.
Neben vielen spannenden Einblicken erfuhren die Teilnehmenden auch, dass zahlreiche Redewendungen, die wir heute ganz selbstverständlich benutzen – etwa „sich verzetteln“ oder „aus dem Schneider sein“ – ihren Ursprung in der Textilindustrie haben. Eine 23 Meter lange Modevitrine zeigte zudem eindrucksvoll die Entwicklung der Mode in mehr als einem Jahrhundert.
Zum Abschluss stärkten sich alle im Bocholter Café Sahne bei köstlichem Apfelkuchen mit Sahne und einer Tasse Kaffee, bevor es auf den Heimweg ging.
Ein rundum gelungener Tag, der unbedingt wiederholt werden muss – darin waren sich alle einig.