Coffee to stay: Momente der Wärme und Begegnung

Der Wärmebus vor der Friedhofskapelle auf einem Gladbecker Friedhof, davor sind Grüppchen von Menschen versammelt
In (u.a.) Gladbeck bot die Aktion „Coffee to stay“ Menschen, die ihre lieben Verstorbenen auf Friedhöfen besuchten, die Möglichkeit zum Austausch. Foto: Malteser Gladbeck
Die Ehrenamtlichen der Gliederung Duisburg unter einem Pavillon versammelt
Auch in Duisburg standen viele Ehrenamtlichen für ein Gespräch bereit. Foto: Malteser Duisburg
Pavillons und ein Einsatzfahrzeug der Malteser Gelsenkirchen stehen auf dem Vorplatz eines Friedhofs
In Gelsenkirchen sorgten Pavillons für einen geschützten Platz und genügend Raum für Austausch. Foto: Malteser Gelsenkirchen
Ehrenamtliche aus der Gliederung Oberhausen stehen unter einem kleinen Pavillon, daneben sieht mal ein Malteser Fahrzeug
In Oberhausen führten die Ehrenamtlichen einige berührende Gespräche. Foto: Malteser Oberhausen

Kälte, Nässe und Traurigkeit: Ein Friedhofsbesuch in der kalten Jahreszeit drückt nicht selten aufs Gemüt. Auch am Allerheiligentag sorgte das Wetter mit Wind und Regen für eine triste Kulisse. Umso schöner war an diesem Tag die Anwesenheit der Malteser an insgesamt fünf Friedhöfen der Diözese. 

Trotz des starken Windes und Regens wurde überall für wettergeschützte Aufenthaltsmöglichkeiten gesorgt. Überdachte Sitzbereiche unter Pavillons, in den Eingangsbereichen der Kapellen oder in angrenzenden Vorräumen boten Schutz und Gelegenheit zum Austausch in angenehmer Atmosphäre. 

In Gladbeck war für diese besondere Aktion der Wärmebus im Einsatz. So wie jeden Samstag, wenn er für Bedürftige und Obdachlose bereitsteht, lud er auch die Friedhofbesucherinnen und -besucher herzlich dazu ein, sich bei einer heißen Tasse Kaffee oder Tee und einem Stück Gebäck aufzuwärmen, zur Ruhe zu kommen und mit anderen in Kontakt zu treten. 

Gerade an einem Tag des Gedenkens wurde das Angebot an allen Standorten mit großer Dankbarkeit angenommen. Trotz des ungemütlichen Wetters nutzten viele Menschen die Gelegenheit, sich miteinander auszutauschen. Es entstanden berührende Gespräche und tiefe Verbundenheit.

Die Geste der Erinnerung 

Ein älterer Herr, der das Grab seiner verstorbenen Frau in Gladbeck besuchte, brachte es auf den Punkt: „Meine Kinder wohnen weit weg, ich habe sonst niemanden mehr. Wenn ich jetzt nach Hause gehe, sitze ich dort allein herum.“ Er war dankbar für die Zeit und das Gespräch, die ihm geschenkt wurden. „Coffee to stay“ steht für ein offenes Ohr und eine ausgestreckte Hand. 

Die Aktion zeigt, wie viel Kraft in kleinen Gesten steckt und wie viel Hoffnung diese geben können. An diesem Tag war spürbar, wie sehr Menschen solche Orte der Begegnung brauchen und annehmen.


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