Drei junge Trompeter spielen für den Malteser Wärmebus in Dortmund

Bilder: Mona Kurek/ Malteser Dortmund
Bilder: Mona Kurek/ Malteser Dortmund

Leonie, Friedrich und Thilo, alle drei elf Jahre alt, spielten an drei Tagen gemeinsam Trompete und sammelten dabei Spenden für den Malteser Wärmebus Dortmund. Rund 1.500 Euro kamen in kurzer Zeit zusammen.

Der Wärmebus der Malteser Dortmund wurde von den Kindern ganz bewusst als Projekt ausgewählt. Gemeinsam mit ihren Eltern hatten sie sich im Vorfeld mit verschiedenen sozialen Initiativen beschäftigt und darüber gesprochen, wo Hilfe besonders dringend gebraucht wird. Schnell war klar, dass sie mit ihrer Musik Menschen unterstützen möchten, die in der kalten Jahreszeit auf Hilfe angewiesen sind.

Mit selbst gestalteten Schildern informierten die drei jungen Musiker die Besucherinnen und Besucher darüber, wofür sie spielten. Trotz winterlicher Temperaturen ließen sie sich nicht beirren. „Es ist kalt an den Füßen, aber das ist egal. Das schaffen wir,“ war sich Leonie sicher.

Auch Thilo war die Motivation wichtig: „Es ist Zeit, Gutes zu tun.“ Friedrich freute sich besonders über die Reaktionen des Publikums: „Coole Aktion. Die Leute klatschen und singen sogar mit.“

Der Zuspruch war groß. Viele Passanten blieben stehen, hörten zu und spendeten. Zusätzlich gingen auch aus dem Familien- und Bekanntenkreis weitere Spenden ein. Die Höhe des Erlöses übertraf dabei alle Erwartungen.

Entsprechend gerührt und beeindruckt von der Spendensumme zeigte sich Mona Kurek, Leiterin des Wärmebusses der Malteser Dortmund. Gleichzeitig machte sie darauf aufmerksam, dass neben Geldspenden auch Sachspenden dringend benötigt werden. Besonders gefragt sind aktuell Schlafsäcke und Isomatten. Durch die erhöhte Belastung des Materials auf der Straße halten Schlafsäcke nicht lange und müssen regelmäßig ersetzt werden.

Am Dienstag, 16. Dezember brachten die drei Kinder gemeinsam mit ihren Eltern die von dem Spendengeld gekauften Sachspenden in Höhe von etwa 1000 Euro in die Halle der Malteser nach Oespel. Die restliche Spendensumme wurde anschließend auf das Konto der Malteser Dortmund überwiesen und kommt damit ebenfalls direkt der Arbeit des Wärmebusses zugute.

Über den Malteser Wärmebus

Zweimal pro Woche fährt das Team Wärmebus um Leitung Mona Kurek ganzjährig seit 7 Jahren zwei feste Stellen in der Dortmunder Innenstadt an. Am Fußballmuseum am Hauptbahnhof und im Stadtgarten warten bei jeder Fahrt rund 80 Besucher auf eine Tasse Kaffee und eine warme Mahlzeit. Doch nicht nur das Essen ist wichtig, genauso relevant sind die gemeinsamen Gespräche mit den Malteser Ehrenamtlichen. Erzählen, gesehen werden und auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Für all das stehen die Malteser jede Woche mit ihrem Wärmebus in Dortmund.

Rund 25 Ehrenamtliche wechseln sich bei den Einsätzen in Dortmund ab, manche organisieren dabei auch die Abläufe im Hintergrund. Viele von ihnen sind von Anfang an dabei. Mona Kurek hat das Projekt gemeinsam mit ihrem Mann Holger bei den Maltesern an den Start gebracht. „Mir war wichtig, auch die Menschen, die hier in Dortmund auf der Straße leben, eine Stimme zu geben und sie in der Gesellschaft sichtbar zu machen“, so Kurek. Die Anzahl der Besucher ist ganzjährig gleich hoch. Dabei kommen inzwischen vermehrt auch Frauen verschiedenen Alters.

„Mit vielen Gästen hat sich über die Jahre ein festes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Wir sind dabei wichtige Gesprächspartner. Häufig sind es jedoch die männlichen Gäste, die mit uns im Austausch stehen. Für die Frauen scheint es häufig schambehafteter zu sein, auf Hilfe angewiesen zu sein“, überlegt Mona Kurek.

Das Team des Malteser Wärmebusses ist ausschließlich ehrenamtlich aktiv und rein spendenfinanziert.


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