50 Jahre gemeinsamer Rettungsdienst in Dortmund

Gemeinsam stark im Rettungsdienst für Dortmund. (Foto: Feuerwehr Dortmund)

Dortmund. Seit 50 Jahren arbeiten die anerkannten Hilfsorganisationen Arbeiter‑Samariter‑Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter‑Unfall‑Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) im Auftrag der Stadt Dortmund gemeinsam mit Berufsfeuerwehr erfolgreich im Rettungsdienst zusammen. Am 1. April 1976 begann diese bundesweit einzigartige Partnerschaft, die bis heute die Notfallrettung, den Krankentransport und die Einsatzführung bei Großeinsätzen in Dortmund sicherstellt.

Über Jahrzehnte hinweg haben alle anerkannten Hilfsorganisationen den Rettungsdienst in Dortmund gemeinsam und kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu gehören u. a. die Einführung des Berufsbildes „Notfallsanitäter/-sanitäterin“, der stetige Ausbau von Rettungswachen und Fahrzeugkapazitäten sowie die jederzeit verlässliche Besetzung aller Rettungsmittel. Das Deutsche Rote Kreuz prägte unter anderem die Einführung eines Baby‑Notarztwagens, aus dem später ein Kinder‑Notarzteinsatzfahrzeug hervorging, sowie verschiedene Anpassungen in der Struktur der Notarztstandorte. Weiterhin hält das Deutsche Rote Kreuz eine Sondereinsatzgruppe für den Rettungsdienst vor, welche mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bereitsteht. Die Johanniter‑Unfall‑Hilfe erweiterte seit 1976 schrittweise ihre Kapazitäten und übernahm 1986 die 24/7-Besetzung eines Notarzteinsatzfahrzeugs in Dortmund‑Hörde. Auch der Arbeiter‑Samariter‑Bund entwickelte seinen Rettungsdienst seit 1976 kontinuierlich weiter – von den ersten Krankentransportleistungen bis hin zum umfassenden Ausbau von Rettungs‑ und Notarzteinsatzfahrzeugen. Die Malteser waren über viele Jahre im Krankentransport tätig und stiegen in den 1990er‑Jahren auch in die Notfallrettung ein. Ihr Engagement führte vom ersten Standort an der Silberstraße über den späteren Umzug an die Franziusstraße nach Dortmund-Hafen. Nach dem Einstieg in die Notfallrettung agierten sie zunächst in Dortmund-Huckarde und im späteren Verlauf in Dortmund-Brackel. Dort wurde 2023 der Neubau einer modernen Rettungswache umgesetzt und für den Standort in Dortmund‑Brackel ein Highlight gesetzt.

Kennzeichnend für den Dortmunder Rettungsdienst ist das partnerschaftliche Miteinander aller Beteiligten. Feuerwehr und die anerkannten Hilfsorganisationen arbeiten auf Augenhöhe, unterstützen sich gegenseitig und ergänzen ihre jeweiligen Stärken – stets mit dem gemeinsamen Ziel, die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Durch die aktive Einbindung der anerkannten Hilfsorganisationen haben diese die Möglichkeit ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, welche für den Zivil- und Katastrophenschutz benötigt werden, regelmäßig in der Notfallrettung trainieren zu lassen. Damit kann erlerntes Wissen in regelmäßige Handlungsroutine übergehen.

Ein jüngstes Beispiel für diese eingespielte Zusammenarbeit war der Einsatz, während der Fußball‑Europameisterschaft 2024, bei der Dortmund Austragungsort war.

Zum 50‑jährigen Jubiläum der Zusammenarbeit ist für September ein Festakt geplant, zu dem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Feuerwehr und Hilfsorganisationen eingeladen werden.

 


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