Freude schenken ist sein Talent

Der Malteser-Besuchshund Henry und seine Besitzerin sprechen mit einem Kindergartenkind.
Der Malteser-Besuchshund Henry und seine Besitzerin sprechen mit einem Kindergartenkind.

Schernfeld. „Wir haben schnell gemerkt, dass Henry auf seine ganz eigene Art ein besonderer Hund ist. Seine Geschwister haben alle eine Ausbildung, sind Begleithunde für Epilepsie und Blindenhunde. Aber Henry, der hat von Anfang an gespürt, wenn bei uns in der Familie jemand traurig ist und Zuwendung braucht. Deshalb haben wir mit ihm die Besuchshundeausbildung der Malteser gemacht“, erzählt Franziska Metz. Ihr vierjähriger Labrador Henry ist also ein echter „Herzenshund“ - und als solcher ist er an diesem Vormittag zu Besuch im Schernfelder Kindergarten St. Pius.

„Bei uns im Kindergarten läuft gerade das Projekt Herzensmenschen“, erklärt Einrichtungsleiterin Yvonne Meier. „Dabei haben wir Ehrenamtliche, zum Beispiel Feuerwehrleute, kennengelernt, die anderen helfen, ohne dafür eine Bezahlung zu erwarten. Oder es ging um Eltern und Großeltern. Mit Besuchshund Henry schwenken wir jetzt von den Herzensmenschen auf Herzenstiere!“

Henry ist seit einem halben Jahr mit Franziska und ihrem Vater im Besuchs- und Begleitdienst der Malteser aktiv. Alle zwei Wochen ist das Team im Eichstätter Seniorenheim St. Elisabeth zu Gast, um Freude zu schenken. „Die Omas und Opas dort erzählen dann oft von den Tieren, die sie selber früher hatten, und Henry hört zu und lässt sich streicheln.“ So berichtet es die 27-Jährige den Kindern, die in der Turnhalle sitzen und schon ganz gespannt auf den „Herzenshund“ warten. 

Franziska erklärt noch kurz, was Henry nicht so gerne hat - laute Stimmen etwa oder wenn zu viele Menschen zusammen auf ihn losstürmen. Die Kinder äußern Verständnis, schließlich haben einige von ihnen selbst einen Hund zuhause. Dann ist es endlich so weit, Henry darf eintreten. Ruhig, fast andächtig beobachten die Kinder, wie sich der Labrador auf einer Decke niederlässt, aber als er sich sofort sein liebstes Kuscheltier schnappt, müssen sie doch kichern.

In der nächsten halben Stunde hat Henry einiges zu tun, alle wollen begrüßt werden. Dann gibt es Leckerlis - vom Holzlöffel oder, bei den „erfahrenen Hundebesitzern“, sogar von der flachen Hand. Andere Kinder trauen sich, sich die Pfote geben zu lassen. Es wird gespielt und Streicheleinheiten dürfen natürlich nicht fehlen: Henry ist wirklich ein echter „Herzenshund“. 


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