Auch Jüngere sind betroffen

Auch jüngere Menschen können von Demenz betroffen sein und benötigen dann Begleitung; Bildquelle: Malteser

Buxtehude/Göttingen/Hannover (mhd). Eine Demenz kann auch jüngere Menschen treffen. Darauf machen die Malteser in Buxtehude, Göttingen und Hannover anlässlich der „Woche der Demenz“ vom 21. bis 27. September 2026 aufmerksam, die in diesem Jahr unter dem Motto „(K)eine Frage des Alters“ steht. Zwar betrifft Demenz überwiegend ältere und hochaltrige Menschen, doch auch Menschen unter 65 Jahren können erkranken.

„In seltenen Fällen kann eine Demenz bereits ab einem Alter von etwa 50 Jahren auftreten. Häufiger sind jedoch Menschen um die 60 Jahre betroffen, die noch mitten im Berufsleben stehen und familiäre Verantwortung tragen“, sagt Andrea Eckhoff-Rosenbaum von den Maltesern. Oft sind auch deren Partnerinnen und Partner noch berufstätig, während die Kinder zur Schule gehen oder sich in der Ausbildung befinden. „Für die Angehörigen bedeutet diese Mehrfachbelastung durch Familie, Beruf und Pflege eine besondere Herausforderung“, weiß Eckhoff-Rosenbaum.

Viele Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz richten sich vor allem an ältere Betroffene und entsprechen daher nicht immer den Bedürfnissen jüngerer Menschen. Entsprechend hoch ist häufig die Hemmschwelle, Gruppenangebote in Anspruch zu nehmen. „Für jüngere Betroffene bietet sich daher eine individuelle Begleitung in unseren Besuchs- und Entlastungsdiensten an. Vorausgehen sollte zunächst ein Gespräch mit der hauptamtlichen Koordinatorin des Dienstes. Qualifizierte Ehrenamtliche können dann die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu Hause unterstützen. Aber auch in unserem Café Malta, einer Nachmittagsbetreuung für Menschen mit Demenz in Hannover, können wir auf die Bedürfnisse jüngerer Betroffener eingehen“, so Eckhoff-Rosenbaum.

Auf diese Weise können finanzielle und rechtliche Fragen rechtzeitig geklärt und passende Hilfsangebote organisiert werden. Außerdem trägt frühe Unterstützung dazu bei, die Selbstbestimmung möglichst lange zu erhalten. Wer früh Hilfe erhält, kann länger aktiv an Entscheidungen über den eigenen Alltag, die Wohnsituation und die medizinische Versorgung mitwirken.

Information und Beratung:

Buxtehude: Kerstin Knapwerth

Tel.: (04161) 718514

E-Mail: kerstin.knapwerth@malteser.org

 

Göttingen: Anna Algaier

Tel.: (01515) 5294233

E-Mail: anna.algaier@malteser.org

 

Hannover: Bettina Greb-Kohlstedt und Yevgeniya Zhbankova

Tel.: (0151) 14783376 und (0170) 9280544

E-Mail: Besuchs-u.Demenzdienst.Hannover@malteser.org


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