Dresden. Die "Achterbahn des Lebens" machte Halt in einem Gymnasium

Verschiedene Fotos, Rosen, Kerzen und Erinnerungsgegenstände liegen kreisförmig auf einem grünen Tuch am Boden ausgelegt. Die Bilder zeigen unter anderem Naturmotive, persönliche Erinnerungen, Trauerszenen und Symbole rund um Leben, Abschied und Gedenken.

Es macht Sinn sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen und nicht erst dann, wenn man emotional tief getroffen ist. Die präventive Auseinandersetzung mit dem Tod muss auch nicht zwingend ernst sein: im Projekt "Achterbahn des Lebens" des Malteser Hospizdienstes Dresden darf auch gelacht werden. Das erfuhren die 9. Klassen eines Gymnasiums im Dresdner Zentrum, die im Rahmen des Ethik-Unterrichts ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende der Malteser zu Gast hatten. Diese berichteten von ihren Begegnungen mit sterbenden Menschen und davon, dass dann oft nicht der Tod, sondern das Leben selbst im Mittelpunkt stehen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten schon im Vorfeld Fragen geschickt und stellten viele weitere auch in den Workshops. Wenn das Eis einmal gebrochen war, kamen alle miteinander ins Gespräch. So erfuhren die Jugendlichen, dass es "Letzte Hilfe"-Kurse für Erwachsene und Jugendliche gibt, in denen man sich noch tiefgründiger mit dem Lebensende beschäftigen kann. Die Regelungen rund um Bestattungen stießen auf großes Interesse. Und auch das Thema Trauer kam nicht zu kurz. 

Die Jugendlichen waren offen und interessiert und es zeigte sich: Die Angst vor dem Thema kann sich lösen, wenn wir offen damit umgehen. Um es mit Mascha Kaleko zu sagen: "Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der andern muß man leben." 

Kontakt:
Anja von Bahder, Projekt-Koordinatorin „Achterbahn des Lebens“
Telefon 0351 43555-17
E-Mail: hospizdienst.dresden@malteser.org


Zurück zu allen Meldungen