Realitätsnah üben für den Ernstfall: Malteser Jugend Aktionstag im BayZBE

Sechs Jugendliche posieren in Malteser Kleidung und mit einem "abgerissenen Fuß" vor einem Rettungswagenu
Ein spannendes und lehrreiches Notfalltraining erlebten diese Mitglieder der Malteser Jugend Erding im Bayerischen Zentrum für Besondere Einsatzlagen (BayZBE) in der Oberpfalz. (Foto: Sonja Schweiger, Malteser)

Erding/Windischeschenbach. Rund 45 Jugendliche der Malteser Jugend sowie Mitglieder verschiedener Schulsanitätsdienste aus ganz Bayern haben am vergangenen Samstag an einem besonderen Aktionstag im Bayerischen Zentrum für Besondere Einsatzlagen (BayZBE) in Windischeschenbach teilgenommen. In Workshops und einem groß angelegten Übungsszenario trainierten sie realitätsnah den Umgang mit medizinischen Notfällen. Auch eine Gruppe der Malteser Jugend aus Erding machte sich für ein spannendes Training auf den Weg in die Oberpfalz.

Nach der Ankunft und einer kurzen Einweisung durch das Team des BayZBE startete der Tag mit einem Vortrag von Nicolas Roming (Medifactum Berlin, einem Bildungsanbieter für praxisnahe Notfalltrainings). Er gab anschauliche Einblicke in das Simulationstraining und vermittelte wertvolle Tipps für die Planung und Durchführung eigener Übungen.

In vier Skill-Workshops bereiteten sich die Gruppen anschließend auf das spätere Szenario vor. Die Themen reichten von Kopfverletzungen über die Schienung von Extremitäten und den Patiententransport bis hin zum Erheben von Vitalparametern. Geleitet wurden die Workshops von erfahrenen Malteser-Einsatzkräften aus Bamberg, Würzburg und Augsburg.

Am Nachmittag folgte das Übungsszenario „Auffahrunfall eines Linienbusses mit zahlreichen Verletzten“. Ein Teil der Jugendlichen schlüpfte in die Rolle der Betroffenen und wurde durch die Realistische Unfalldarstellung (RUD) Passau und Deggendorf mit täuschend echten Verletzungen wie Kopfplatzwunden oder Schürfwunden geschminkt. Die zweite Gruppe übernahm die Rolle der Ersthelfenden: Sie mussten die Verletzten priorisieren, versorgen, betreuen und an die eintreffenden Rettungskräfte übergeben. Nach 15 intensiven Minuten war der erste Durchlauf beendet und die Teilnehmenden konnten unter Applaus durchatmen. Anschließend reflektierten die Gruppen ihre Erfahrungen, bevor sie die Rollen tauschten und das Szenario erneut durchliefen.

Organisiert wurde der Aktionstag von Tobias Ketzel, Landesjugendreferent der Malteser in Bayern. Er zeigt sich hochzufrieden mit dem Engagement der jungen Teilnehmenden: „Der Tag war ein voller Erfolg! Es war beeindruckend, wie schnell und professionell die Jugendlichen in die Situation eingetaucht sind und gehandelt haben. Solche Übungen stärken nicht nur die medizinischen Kompetenzen, sondern auch Teamarbeit und Kommunikation – Fähigkeiten, die im Einsatzfall entscheidend sind.“


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