Getraud Habermann und Heike Herold haben sich für ihren Mutter-Tochter-Tag etwas Besonderes vorgenommen: Sie wollen anderen helfen. Und das am liebsten von nun an regelmäßig. Am Thüringer Freiwilligentag können sie in ihr Ehrenamt reinschnuppern und dabei gleich aktiv werden. Eine Stunde bevor die ersten Gäste erwartet werden, schmieren sie Brote und belegen Brötchen im Café für Bedürftige in den Räumen des Malteser Hilfsdienstes e. V., im Mary's Refuge, in der Erfurter Bahnhofstraße.
“Genau so habe ich mir das vorgestellt. Es ist für uns nur eine kleine Mühe, es macht Spaß und wir tun etwas Gutes", resümiert Getraud schon nach kurzer Zeit. Ihre Tochter Heike ergänzt: “So etwas haben wir gesucht. Eine Hilfe, die wir organisatorisch gut hinbekommen. Denn wenn wir ein Ehrenamt beginnen, wollen wir auf lange Sicht zuverlässig sein."
Victoria Lauerwald-Galle, Referentin für das Soziale Ehrenamt bei den Maltesern, freut sich sehr über die Unterstützung. Um das Café für Bedürftige an jedem zweiten Samstag öffnen zu können, setzt sie auf weitere Ehrenamtliche: “Um so wichtiger sind solche Aktionen, wie der Thüringer Freiwilligentag." Organsiert hat ihn die Erfurter Ehrenamtsagentur ERNA.
Kurz vor 15 Uhr kommen die ersten Gäste. Für einige von ihnen ist es die erste richtige Mahlzeit an diesem Tag. Gertraud Habermann und Heike Herold reichen ihnen die Teller mit den liebevoll dekorierten Brötchen und Brotscheiben. Beim Essen ins Gespräch kommen, das geht zum Glück leicht, und so entsteht schnell eine gemütliche Runde. Vielleicht gehören Gertraud und Heike schon bald zum Team der Malteser-Ehrenamtlichen.