Bereits am Vormittag, des 07.05.2026 fanden Schulbesuche im Landkreis statt. Insgesamt wurden drei Schulen besucht, an denen rund 200 Schüler*innen aus 3 unterschiedlichen Klassenstufen teilnahmen. „Die Begegnungen mit den Kindern seien besonders eindrucksvoll gewesen“, erklärte die leitende Koordinatorin des Hospizdienstes, Stephanie Leckert. „Die Gespräche mit den Kindern waren offen, ehrlich und unglaublich berührend. Dieser Tag hat erneut gezeigt, wie wichtig es ist, Themen wie Abschied, Trauer und Tod nicht auszuklammern, sondern gemeinsam darüber zu sprechen“, sagte sie während ihrer Begrüßung.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, wie mit Kindern über Leben, Abschied und Tod gesprochen werden kann – ehrlich, altersgerecht und ohne Tabus. Gemeinsam mit der Autorin und Medienpädagogin Anja von Kampen wurde deutlich, wie offen Kinder solchen Gesprächen begegnen und wie wichtig es ist, ihnen Raum für Fragen und Gefühle zu geben.
Am Abend wurde die Veranstaltung in der Balbachhalle in Unterbalbach fortgesetzt. Rund 100 Besucherinnen nahmen teil, darunter Menschen aus dem sozialen, medizinischen und politischen Bereich, Vertreterinnen der Feuerwehr sowie zahlreiche interessierte Privatpersonen. Auch Vertreter*innen von insgesamt 24 Schulen aus dem Main-Tauber-Kreis waren anwesend.
Besonders bewegend sei zudem die Rede des Landrats und Schirmherrn gewesen, der betonte, wie wichtig die Unterstützung von Familien im Landkreis ist und welchen hohen Stellenwert die Begleitung durch den Kinder- und Jugendhospizdienst hat.
Viele Besucherinnen und Besucher nutzten im Anschluss die Gelegenheit zum Austausch und zeigten sich dankbar für die sensiblen Impulse und die offene Atmosphäre.
„Es hat uns sehr gefreut zu sehen, wie groß das Interesse an diesem wichtigen Thema ist“, betonte Stephanie Leckert. „Wenn wir Erwachsenen den Mut haben, Gespräche zuzulassen, entstehen oft genau die ehrlichen und stärkenden Momente, die Kinder und Familien brauchen.“
Im Rahmen des Abends wurde zudem deutlich, wie vielfältig die Arbeit des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes ist. Neben der Begleitung von Familien gehören auch Angebote der Trauerbegleitung und Unterstützung in schweren Lebenssituationen dazu. Um diese wichtige Arbeit langfristig ermöglichen zu können, ist der Dienst auch auf gesellschaftliche Unterstützung, engagierte Ehrenamtliche und Spenden angewiesen.
Die „Knietzschifizierung“ ist Teil des Jubiläumsjahres des Kinder- und Jugendhospizdienstes Sonnenschein, der seit 15 Jahren Familien im Main-Tauber-Kreis begleitet. Mit Veranstaltungen wie dieser möchte der Dienst Berührungsängste abbauen, Gespräche anstoßen und das gesellschaftliche Bewusstsein für Hospiz- und Trauerbegleitung stärken.
Die positive Resonanz und die vielen persönlichen Gespräche am Ende des Abends machten deutlich, wie sehr die Veranstaltung die Menschen bewegt und zum Nachdenken angeregt hat.