Wie bereite ich mich und meine Familie auf außergewöhnliche Lagen vor? Was gehört in eine gut ausgestattete Hausapotheke? Und wie kann ich im Notfall richtig helfen? Um diese Fragen ging es beim ersten Bad Honnefer Bevölkerungsschutztag, der am Sonntag, 14. Juni 2026, auf dem Aegidiusplatz und im Bürgerhaus Aegidienberg stattfand. Auch die Malteser Bad Honnef waren mit 15 Helferinnen und Helfern um Stadtbeauftragte Carina Frings und Zugführer Max Kornfeld im Einsatz.
Unter dem Motto „Vorsorge – wie ich mich und meine Familie für den Katastrophen- und Krisenfall vorbereiten kann“ hatten die Stadt Bad Honnef, Feuerwehr, THW, DRK, Malteser, DLRG, Funkamateure und weitere Partnerinnen und Partner zu einem Tag rund um Bevölkerungsschutz, Selbsthilfe und Ehrenamt eingeladen. Trotz wechselhaften Wetters nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen, Fahrzeuge und Ausrüstung kennenzulernen und praktische Hinweise für den Alltag mitzunehmen.
Vorsorge für Zuhause
Am Stand der Malteser stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie Menschen in Notlagen selbst handlungsfähig bleiben können. Die Helferinnen und Helfer informierten über Erste Hilfe, sinnvolle Vorsorge im Haushalt und die Bedeutung einer gut ausgestatteten Hausapotheke. Besonders gefragt war die Möglichkeit, an Reanimationspuppen die Herzdruckmassage zu üben. So wurde deutlich: Bevölkerungsschutz beginnt nicht erst bei großen Katastrophen, sondern oft mit einfachen Kenntnissen, die im Ernstfall Leben retten können.
„Viele Menschen verdrängen das Thema Krise oder Katastrophe verständlicherweise im Alltag. Umso wichtiger ist es, niedrigschwellig zu zeigen, was jede und jeder selbst tun kann“, sagt Stadtbeauftragte Carina Frings. „Wer weiß, wie man Erste Hilfe leistet, Vorräte sinnvoll plant oder Angehörige in einer Notlage unterstützt, stärkt nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der gesamten Stadtgesellschaft.“
Auch die besonderen Herausforderungen für ältere, kranke oder mobilitätseingeschränkte Menschen wurden thematisiert. Die Malteser gaben praktische Hinweise, wie Angehörige in besonderen Lagen unterstützt werden können – etwa bei Starkregen, Hochwasser, längerem Stromausfall oder anderen Situationen, in denen schnelle und zugleich besonnene Hilfe gefragt ist. Dabei spielte auch der Eigenschutz der Helfenden eine wichtige Rolle.
Gut vernetzt aufgestellt
Zugführer Max Kornfeld zog ein positives Fazit: „Die Gespräche am Stand haben gezeigt, dass das Interesse groß ist. Viele Besucherinnen und Besucher wollten ganz konkret wissen, was sie zuhause vorbereiten können und wie sie im Notfall richtig reagieren. Genau dafür war dieser Tag wichtig.“
Der Bevölkerungsschutztag machte zugleich sichtbar, wie vielfältig und gut vernetzt die Hilfe in Bad Honnef aufgestellt ist. Für die Malteser war die Premiere daher nicht nur eine Informationsveranstaltung, sondern auch ein starkes Zeichen für das Ehrenamt vor Ort. Die 15 eingesetzten Helferinnen und Helfer sorgten mit ihrem Engagement dafür, dass Bevölkerungsschutz anschaulich, verständlich und praktisch erfahrbar wurde.
„Ein solcher Tag lebt vom gemeinsamen Einsatz vieler Organisationen“, so Carina Frings. „Wir danken der Stadt Bad Honnef und allen beteiligten Partnern für die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam konnten wir zeigen: Bad Honnef ist vorbereitet – und jede und jeder kann dazu beitragen.“