Flut und Pandemie sorgen für einsatzreichstes Jahr der Geschichte

Prof. Dr. Andreas Archut und Farina Hosseini mit ihrer Berufungsurkunde.
Farina Hosseini wurde zur Gruppenleiterin ernannt. Fotos: Ralf Klodt
Prof. Dr. Andreas Archut und Annika Beschoner mit ihrer Berufungsurkunde.
Annika Beschoner erhielt die Berufung zur Leiterin Ausbildung.
Gruppenfoto der geehrten Helferinnen und Helfer.
Eine Reihe von Helfenden wurde für ihren Dienst im Impfzentrum des Rhein-Sieg-Kreises geehrt.
Gewählt (v.l.): Stefanie Rehagen, Cornelius Dirk, Andreas Archut, Hanna Groß und Florian Papke.
Die Stadtversammlung fand in der Fahrzeughalle statt.

Bei ihrer Stadtversammlung haben die Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes Bad Honnef Rückschau auf ein besonderes Jahr 2021 gehalten, verdiente Einsatzkräfte geehrt und neue Funktionsträger gewählt. Die über 200 Honnefer Aktiven leisteten trotz pandemiebedingter Einschränkungen über 12.000 ehrenamtliche Dienststunden – in denen sie unter anderem bei der Bewältigung der Corona-Pandemie und den Folgen der Flutkatastrophe an Ahr, Erft und Swist halfen. Für die Katastrophenschützer der Malteser war es das einsatzreichste Jahr ihrer Geschichte.

Für die Stadtleitung legten Stadtbeauftragter Prof. Dr. Andreas Archut, Zugführer Max Kornfeld und die stellvertretende Jugendsprecherin Ebba Götz einenTätigkeitsbericht ab. Vor allem Kornfeld konnte von einem Ausnahmejahr berichten: Insgesamt 18 Mal rückte der Malteser-Katastrophenschutz im vergangenen Jahr mit Alarm aus, darunter 16 Mal im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe. Noch nie war die von ihm geführte Einsatzeinheit so häufig im Einsatz. Rund 2.000 Einsatzstunden kamen allein dabei zusammen; mit Helferschulungen, Übungen und Ausbildungsabenden waren es sogar 5.500 Stunden ehrenamtliches Engagement im Bereich der Notfallvorsorge.

Vorbildlicher Einsatz im Impfzentrum

Auch der Sanitätsdienst konnte Eindrucksvolles berichten: Er kam 2021 auf 120 Einsätze. Zwar waren wegen der Pandemie nur 20 Dienste bei Veranstaltungen angefordert worden, ein Bruchteil früherer Jahre. Aber statt in Festzelten und auf Sportplätzen taten die Sanitäter vor allem im Impfzentrum des Rhein-Sieg-Kreises ihren Dienst – alles in allem kamen 2.500 Stunden zusammen. Für den „vorbildlichen Einsatz und den damit verbundenen Beitrag für die Gesellschaft“ gab es nurfür zahlreiche Helfende einen Dankurkunde des Landrats.

Unter erschwerten Bedingungen war es den Erste-Hilfe-Ausbildern gelungen, im vergangenen Jahr mit 754 Teilnehmenden in 86 Kursen immerhin etwa halb so viele Menschen auszubilden, wie zu „normalen“ Zeiten. Als neue Leiterin der Ausbildung wurde Annika Beschoner ernannt und vorgestellt. Auch die Malteser-Jugend stemmte sich erfolgreich gegen die Pandemie und konnte trotz Lockdowns und eingeschränkter Begegnungsmöglichkeiten einen geregelten Gruppenstundenbetrieb aufrechterhalten. Am Vortag der Stadtversammlung hatte die Malteser Jugend ihrerseits in einer Ortsversammlung Bilanz gezogen und einen neuen Vorstand gewählt. Alte und neue Sprecherin des Malteser-Nachwuchses ist Farina Hosseini, die von Andreas Archut auch ihre Ernennung zur Jugendgruppenleiterin erhalten hat.

Neue Dienste aufgebaut

Während der Pandemie hatten die Malteser zwei neue Dienste im Bereich des Sozialen Ehrenamts aufgebaut: Der Telefonbesuchsdienst bringt Menschen durch regelmäßige Telefongespräche in Kontakt mit anderen, der Besuchs- und Begleitungsdienst mit Hund bringt Abwechslung und Lebensfreude auf vier Beinen in Senioren- und Behinderteneinrichtungen. Letzterer war auch an der Ahr im Einsatz und besuchte dort die jungen und alten Betroffenen der Flutkatastophe.

Turnusgemäß standen Wahlen an. Hanna Groß und Stefanie Rehagen wurden zu Vertreterinnen der Helferschaft im Ortsvorstand gewählt. Cornelius Dirk und Florian Papke erhielten von der Versammlung den Auftrag, in den kommenden Jahren als Kassenprüfer tätig zu werden.

Malteser sind Gesendete

Zum Abschluss der gut besuchten Versammlung in der Fahrzeughalle des Malteser Quartiers zog Andreas Archut eine stolze Bilanz des Vorjahres: „Die Honnefer Malteser haben sich in vielfältiger Weise den Herausforderungen unserer Zeit gestellt und sind daran gewachsen. Ich danke allen unseren Aktiven, aber auch den vielen Spendern und Förderern, dass sie dazu beigetragen haben, die Welt ein kleines bisschen besser zumachen.“ Dass die Malteser Gesendete des Herrn Jesus Christus seien, daran erinnerte Ortsseelsorger Pfarrer Wolfgang Rick und erteilte der Versammlung zum Abschluss seinen Segen.


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