Die Stadtversammlung der Bad Honnefer Malteser fand in diesem Jahr im Ratssaal der Stadt Bad Honnef einen würdigen Rahmen. Stadtbeauftragte Carina Frings stellte gemeinsam mit den Diensteleitungen den Tätigkeitsbericht der Stadtgliederung vor, der sich sehen lassen kann. So stieg die Zahl der aktiven Mitglieder auf 243, die der Fördermitglieder auf 1.536. Hinzu kommen 154 passive Mitglieder. Insgesamt leisteten die Honnefer Malteser im Jahr 2025 mehr als 14.000 Dienststunden im Dienst am Nächsten und auch noch zahlreiche ungezählte Stunden Verwaltungsarbeit, die insbesondere von den Führungskräften erbracht wurden.
Besuchsdienst mit Hund wächst weiter - Ausbildung auch
Sehr positiv entwickelte sich auch der Besuchsdienst mit Hund. Vier neue Mensch-Hund-Teams konnten 2025 ausgebildet werden. Damit steigt die Zahl der Aktiven auf elf Menschen und zehn Hunde. Die Hunde erhielten bei der Stadtversammlung eigens gestaltete Halstücher, durch die sie als Malteser-Hunde erkennbar sind. Jeanette Kaufmann, die den Dienst gemeinsam mit Dr. Beate Preuss leitet, berichtete, dass die Teams inzwischen neun Einrichtungen in Bad Honnef und Königswinter besuchen, acht davon regelmäßig. Die Besuche werden überall mit großer Freude aufgenommen – von den besuchten Menschen ebenso wie von den Hunden selbst.
Eine beachtliche Bilanz legte Ausbildungsleiterin Annika Beschoner vor. In 88 Kursen bildeten die Malteser im Jahr 2025 insgesamt 1.132 Menschen aus. Gleichzeitig wuchs das Ausbildungsteam um sechs Personen auf nun 15 Lehrkräfte. Ebba Götz, Carolin Schäfer und Harald Schmeling wurden zu Ausbildern ernannt. Besonders erfreulich: Eine von Annika Beschoner vorgestellte Befragung zeigte, dass die große Mehrheit der Teilnehmenden mit der Ausbildung sehr zufrieden ist, die Malteser weiterempfehlen würde und selbst erneut ein Kursangebot wahrnehmen möchte. Als neue Ausbilderinnen und Ausbilder erhielten Ebba Götz, Carolin Schäfer und Harald Schmeling ihre Berufungsurkunden.
Carina Frings berichtete zudem, dass 2025 insgesamt 40 neue Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter ausgebildet wurden. Die Honnefer Malteser betreuen Schulsanitätsdienste an drei Schulen im Siebengebirgsraum. Für die Malteser Jugend berichtete Stadtjugendsprecher Caspar Thielmann, für die Einsatzdienste legte Dr. Tamara Raschka einen Bericht ab und ehrte fleißige Einsatzkräfte.
Geistlicher Impuls zur Bedeutung helfender Hände
Ortspräses Pfarrer Wolfgang Rick gab der Versammlung einen geistlichen Impuls zur Bedeutung von Händen. Die Malteser, so seine Botschaft, seien die Hände Jesu Christi, wenn sie in seinem Auftrag helfen und ihre Werke in den Dienst der Mitmenschen stellen.
Für die Rechnungsprüfer bescheinigte Cornelius Dirk der Stadtleitung die satzungsgemäße Verwendung der Mittel. Gemeinsam mit Bianka Heindl und Florian Papke wurde er für eine weitere Amtszeit gewählt. Mit großem Beifall verabschiedete die Versammlung Hanna Groß als Vertreterin der aktiven Helferinnen und Helfer im Stadtvorstand. Zu ihrer Nachfolge wurden Stefanie Zens und Marco Betzelt gewählt.
Fahrzeugfrage sorgt für intensive Diskussion
Ausführlich diskutiert wurde ein Antrag aus der Helfendenschaft zur Neubeschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs. Einigkeit bestand darüber, dass das bisherige Fahrzeug dringend ersetzt werden muss. Zudem haben zwei weitere Fahrzeuge inzwischen ein Alter erreicht, in dem ein wirtschaftlicher und verlässlicher Betrieb kaum noch möglich ist. Der stellvertretende Stadtbeauftragte Prof. Dr. Andreas Archut berichtete, dass die Stadtleitung vor Kurzem eine Spendenaktion gestartet hat, um zusätzliche Mittel für die Fahrzeugbeschaffung einzuwerben. Schließlich handelt es sich bei der Ersatzbeschaffung dreier Fahrzeuge um die größte Investition der Stadtgliederung seit dem Bau des Malteser Quartiers vor rund 20 Jahren. Er rief alle Mitglieder dazu auf, die Aktion zu unterstützen und mögliche Spenderinnen und Spender anzusprechen.
Ein weiteres Thema der Stadtversammlung war der Sachstand zur Erweiterung der Malteser-Unterkunft. Nach den Worten von Carina Frings sind die Planungen deutlich vorangekommen. Derzeit gilt eine Aufstockung am Standort in der Quellenstraße als einzige realistische Option. Die Pläne dafür liegen bereits vor. Offen ist noch, wann und in welcher Form das Projekt umgesetzt werden kann.
Einladung zu Kevelaer-Wallfahrt
Zum Abschluss lud Carina Frings alle Aktiven zu den anstehenden Diensten und Veranstaltungen ein. Besonders hob sie die Kevelaer-Wallfahrt hervor, die in diesem Jahr am 13. Juni stattfindet.