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Besondere Ehrung prägt Jahreshauptversammlung der Malteser Altenbeken

Trotz mehrerer Monate, in denen sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nahezu ausschließlich auf den Umzug konzentrieren mussten, ziehen die Malteser eine positive Bilanz. „Es war ein intensives Jahr, aber eines, das zeigt, was mit Zusammenhalt und Einsatz möglich ist“, betonte Sonja Naujoks, Ortsbeauftragte der Malteser Altenbeken. 

Vor allem im Bereich Verpflegung konnten starke Leistungen erzielt werden: Insgesamt 21 Kocheinsätze, darunter vier im Katastrophenschutzkontext, wurden erfolgreich durchgeführt. Rund 1.500 Portionen wurden dabei ausgegeben. Besonders in Erinnerung bleiben die Einsätze bei der Malteser Wallfahrt in Werl sowie beim Sennefest in der Heidschnucken Schäferei Hövelhof. Veranstaltungen, bei denen die Malteser nicht nur für das leibliche Wohl sorgten, sondern auch Gemeinschaft erlebbar machten. 

Auch im Bereich Ausbildung und Erste-Hilfe-Kurse zeigen sich die Malteser weiterhin stark engagiert: 20 Kurse mit insgesamt 199 Teilnehmenden unterstreichen die hohe Nachfrage und die wichtige Rolle der Organisation in der Region. 

Ein bedeutender personeller Wechsel steht im Schulsanitätsdienst an: Andreas Gottschalk, langjähriger Leiter des Schulsanitätsdienstes am St.-Kaspar-Gymnasium in Neuenheerse, verabschiedet sich in den Ruhestand. Mit Brigitte Igelbrinck wächst bereits eine engagierte Nachfolgerin in die Aufgabe hinein, die derzeit ihre Erste-Hilfe Ausbildung absolviert und künftig den Staffelstab übernimmt. Der Schulsanitätsdienst genießt weiterhin ein hohes Ansehen, sowohl innerhalb der Schule als auch bei lokalen Rettungskräften und kann auf 36 engagierte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 zurückgreifen. 

Ein weiteres Herzensprojekt, das sich mittlerweile fest im Alltag der Malteser Altenbeken etabliert hat, ist der „Mobile Einkaufswagen Plus“. Was auf den ersten Blick wie eine klassische Einkaufsbegleitung wirkt, ist in Wahrheit ein wertvoller sozialer Dienst, der weit darüber hinausgeht. Neben der Unterstützung bei Besorgungen steht vor allem der persönliche Kontakt im Mittelpunkt: Zeit für Gespräche, ein offenes Ohr und das Gefühl, nicht allein zu sein. Gerade für ältere Menschen bedeutet der regelmäßige Besuch ein Stück Lebensqualität und Sicherheit. Die Helferinnen und Helfer bauen Vertrauen auf, erkennen Veränderungen und kümmern sich. Wird eine Seniorin oder ein Senior einmal nicht erreicht, schauen die Malteser nach dem Rechten und stellen sicher, dass es den Betroffenen gut geht. So verbindet der „Mobile Einkaufswagen Plus“ praktische Hilfe mit echter menschlicher Nähe und ist damit ein eindrucksvolles Beispiel für gelebte Nächstenliebe im Alltag. 

Auch die Malteser Jugend trägt ihren Teil zum lebendigen Miteinander bei. Einmal im Monat treffen sich bis zu acht Kinder und erleben eine bunt gestaltete Zeit. Zu den Höhepunkten zählte unter anderem die Plätzchenback-Aktion mit anschließender Verteilung im Altenheim Füllenhof in Schwaney, wo den Kindern spielerisch Werte wie Nächstenliebe und Gemeinschaft näher gebracht werden. 

Wahlen und Ehrungen 

Die Jahreshauptversammlung bietet immer auch einen Rahmen für Neuwahlen. Dieses Mal wurden gleich zwei Funktionen neu vergeben: Christoph Brockmann und Lars Guntermann übernehmen künftig das Amt der Helfervertreter, unterstützt von ihren Stellvertretern Bernhard Rüther und Mike Swienty. Als Rechnungsprüferinnen wurden Angela Scott und Petra Tegtmeier gewählt. 

Ein besonders bewegender Moment des Abends war die erstmalige Verleihung der silbernen „Pro Merito Melitensi“ in der Geschichte der Gliederung Altenbeken. Anton und Maria Weskamp wurden mit dieser hohen Auszeichnung geehrt, die seit 1920 für außergewöhnliche Verdienste und herausragendes Engagement im Sinne des Malteser Ordens steht. Mit großer Wertschätzung und sichtbarer Dankbarkeit würdigte die Versammlung das Lebenswerk des Ehepaars. Seit 1963 sind Anton und Maria Weskamp unermüdlich im Einsatz für die Malteser und haben über Jahrzehnte hinweg mit ihrem Engagement, ihrer Verlässlichkeit und ihrer tief verwurzelten Haltung der Nächstenliebe die Arbeit der Malteser entscheidend mitgeprägt. Ob bei Sanitätsdiensten, Hilfstransporten oder Einsätzen im In- und Ausland: Die beiden standen stets bereit, wenn Hilfe gebraucht wurde. Ihr Wirken geht dabei weit über einzelne Einsätze hinaus. Sie sind Vorbilder für gelebtes Ehrenamt und haben Generationen von Helferinnen und Helfern inspiriert. Die Auszeichnung ist daher nicht nur eine Würdigung ihres außergewöhnlichen Einsatzes, sondern auch ein sichtbares Zeichen des Dankes für ein Leben im Dienst am Nächsten, geprägt von Menschlichkeit, Hingabe und einem unerschütterlichen Einsatzwillen. 

Darüber hinaus wurde Ursula Heidemann, Geschäftsführerin der Malteser Altenbeken, für beeindruckende 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. 

Der Abend zeigte ein eindrucksvolles Bild einer starken und lebendigen Gemeinschaft, die füreinander einsteht und sich mit großem Engagement für andere einsetzt. Getragen von Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein und echter Nächstenliebe leisten die Malteser Altenbeken Tag für Tag einen wertvollen Beitrag für das Miteinander in der Region – verlässlich und mit viel Herz. 

 


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