Münster. Die Malteser in der Diözese Münster haben am 23. Januar ihr neues Malteser-Zentrum an der Weseler Straße 557 offiziell eröffnet und eingesegnet. Rund 150 Gäste aus Politik, Kirche, Gesellschaft und Hilfsorganisationen nahmen an der Feierstunde teil und würdigten den neuen Standort als wichtigen Baustein für die zukünftige Malteserarbeit in Münster und der Region.
Das moderne Gebäude ist seit September 2025 in Betrieb. Es vereint erstmals mehrere zentrale Bereiche der Malteser unter einem Dach: die Stadtgliederung Münster, die Praxis der Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung, eine Rettungswache, die Diözesangeschäftsstelle, das Diözesanausbildungszentrum sowie die Bezirksgeschäftsstelle Münsterland. Durch die Bündelung entstehen kurze Wege, effizientere Abläufe und eine engere Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt.
Grußworte und feierliche Einsegnung
Mit Grußworten und feierlicher Einsegnung wurde das neue Zentrum offiziell eröffnet. Malteser-Präsident Georg Khevenhüller und Münsters Bürgermeister Klaus Rosenau würdigten die Bedeutung der Malteser für die Region und ihr Engagement für die Arbeit am Menschen – sowohl im sozialen Bereich als auch im Bevölkerungsschutz. In einem anschließenden Gespräch gaben Stadtbeauftragter Hendrik Feldhues und Diözesangeschäftsführer Benjamin Schreiber Einblicke in Planung, Gestaltung und die zukünftige Nutzung des neuen Zentrums.
Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Einsegnung des Gebäudes durch Diözesanseelsorger Dr. Christian Schmitt. Mit Gebet und Weihwasser stellte er das neue Zentrum unter den Schutz Gottes und wünschte allen Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen und Hilfesuchenden Zuversicht und Kraft.
Moderne Räumlichkeiten für die vielfältigen Dienste
Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit, das Gebäude bei Führungen kennenzulernen. Auf einer Fläche von mehr als 3.000 Quadratmetern bietet das Zentrum eine großzügige Fahrzeughalle, barrierefreie Verwaltungs- und Schulungsbereiche sowie moderne Räume für Rettungsdienst, Ehrenamt und die Praxis der Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung. Nachhaltige Technik wie eine Photovoltaikanlage, Fußbodenheizung und eine leistungsfähige Infrastruktur schaffen zeitgemäße Arbeitsbedingungen.
Wichtiger Baustein für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
Mit dem neuen Zentrum stärken die Malteser insbesondere ihre Einsatzfähigkeit im Rettungsdienst, im Katastrophenschutz und im Bevölkerungsschutz. Das neue Gebäude kann bei Bedarf als Koordinations- oder Führungsstelle genutzt werden. Nach der Einspeisung des am 23. Januar ausgestellten Einsatzleitwagens stehen Disponenten-Arbeitsplätze, BOS-Tetra-Funk, mobile Satellitenverbindungen sowie LTE-Backups zur Verfügung. Ein Notstromaggregat mit ausreichendem Dieselvorrat stellt sicher, dass der Standort auch bei Stromausfällen oder in Krisensituationen handlungsfähig bleibt.