Sirenen heulten, Blaulichter flackerten, und auf den Straßen Nettetals herrschte reger Betrieb: Der Malteser Hilfsdienst des Ruhrbistums führte eine groß angelegte Katastrophenschutzübung durch, die den Ernstfall realistisch nachstellte.
Das Szenario: Mehrere Tage anhaltender Starkregen hatte zu massiven Überschwemmungen geführt. Ganze Straßenzüge standen unter Wasser und viele Wohnungen waren unbewohnbar. Zahlreiche Menschen flüchteten auf das Gelände eines alten Nachtfliegerhorsts, um Versorgung und Schutz zu erhalten. Doch die Lage spitzte sich zu: In einer der Hallen kam es zu einer plötzlichen Verpuffung. Rauch, Chaos, unklare Verletztenzahlen – die Einsatzkräfte, ohnehin schon ausgelastet, mussten sofort reagieren.
Innerhalb weniger Minuten rollten Rettungsfahrzeuge an. Verletzte wurden unter realistischen Bedingungen versorgt, Evakuierungen durchgeführt und die Koordination zwischen den Einheiten getestet. „Solche Übungen sind unverzichtbar, um im Ernstfall schnell und effizient helfen zu können“, sagt Dennis Götz, Leiter Notfallvorsorge der Malteser im Bistum Essen. Besonders wichtig sei die enge Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Organisationen – von der Feuerwehr über den Rettungsdienst bis hin zu den Logistik- und Betreuungseinheiten.
Mit der Großübung setzten die Malteser ein klares Zeichen: Katastrophenschutz ist Teamarbeit, die nur durch regelmäßiges Training funktioniert.