Reutlinger Malteser im Dauereinsatz

Allein beim Stromausfall, der nach einer Brandstiftung in einem Umspannwerk mehrere Stadtteile sowie die Nachbargemeinden Kirchentellinsfurt und Wannweil betraf, waren die Reutlinger Malteser fast 14 Stunden im Dauereinsatz. Bereits um kurz nach 2 Uhr wurde die Stadtgliederung zur Wachbesetzung alarmiert, kurze Zeit später erfolgte eine Alarmierung für das Führungsmodul der Einsatzeinheit 1, bei welchem ein Zugführer der Walddorfhäslacher Malteser in den Katastrophenschutzstab des DRK nach Pfullingen ausrückte. Die Reutlinger Gliederung unterstützte anschließend den Aufbau eines Behandlungsplatzes in Pfullingen – dort sollten gegebenenfalls heimbeatmete Patienten aufgenommen werden – und einer Übernachtungsstelle im betroffenen Stadtteil Betzingen, außerdem wurde ein Krankentransportwagen bei einer Reanimation als First Responder eingesetzt. Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel machte sich ein Bild von der Situation und kam einige Wochen später erneut in die Großstadt, um sich bei den Helfern zu bedanken und mit den Führungskräften der Hilfsorganisationen über Lehren aus dem Einsatz zu sprechen. 

Dachstuhlbrand am Stadtfestausklang

Wenige Tage später fand das mehrtägige Reutlinger Stadtfest statt, bei dem die Malteser erstmals auch in der sanitätsdienstlichen Einsatzleitung mitwirkten. Als das Fest gerade beendet war, kam es in der Altstadt zu einem ausgedehnten Dachstuhlbrand, der mehrere Gebäude in Mitleidenschaft zog. Hier wurde die Brandwache durch die sanitätsdienstliche Einsatzleitung auf den Brand aufmerksam gemacht. Sowohl beim Stadtfest als auch beim anschließenden Großbrand blieben die Malteser mit mehreren Einsatzkräften bis in die Morgenstunden gefordert. Eine Woche später folgte das Rottenburger Neckarfest, bei welchem die Reutlinger die Rottenburger Malteser tatkräftig unterstützten. Zeitgleich kam es in Reutlingen zu einem Großbrand in einem Recyclingbetrieb und einem weiteren Sanitätsdienst im Naturtheater Reutlingen – sodass an diesem Samstag insgesamt 17 Einsatzkräfte bei zwei Sanitätsdiensten und dem Brand zeitgleich im Einsatz waren. 

An Fronlaichnam bis in die Nacht gefordert

Begonnen hatten diese für das Ehrenamt besonders intensiven Wochen am 4. Juni. An diesem Tag sicherte die Gliederung zunächst mit vier Einsatzkräften und dem Krankentransportwagen 60/25-1 die Fronlaichnamsprozession und das Gemeindefest der katholischen Kirchengemeinde St. Wolfgang ab, wobei eine Patientin von uns behandelt und an den Rettungsdienst übergeben werden musste. Am selben Nachmittag erreichte uns dann eine Unterstützungsanfrage der Malteser aus Frankenthal (Rheinland-Pfalz). Dort galt es das Strohhutfest - das größte Strafenfest in Rheinland-Pfalz - sanitätsdienstlich abzusichern. Kurzentschlossen machten sich vier Helfer der Reutlinger Gliederung zusammen mit zwei weiteren Helfern aus Walddorfhäslach mit dem Mannschaftstransportwagen 50/19-6 auf den Weg. Nach mehreren Patientenbehandlungen machten wir uns dann in der Nacht zurück auf den Heimweg. (ath)


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