„Zusammenhalt in Stein gemeißelt“: Malteser und Jugendliche gestalten Zeichen für Demokratie

Eine Person sitzt an einer Werkbank und bearbeitet mit Werkzeugen eine Steinplatte. Auf dem Tisch liegen weitere Materialien und Arbeitsgeräte.
Foto: Anke Seidl/Malteser
Mehrere Personen gestalten an einem Holztisch bunte Zeichnungen auf Papier. Eine Person malt mit einem Stift auf einem Blatt, während weitere Personen am Tisch arbeiten.
Foto: Anke Seidl/Malteser
Eine Person bearbeitet mit den Händen ein Stück braunen Ton auf einem Tisch.
Foto: Anke Seidl/Malteser

Was bedeutet Demokratie für junge Menschen? Welche Werte sind ihnen wichtig? Und wie können sie ihre Vorstellungen von Freiheit, Gleichberechtigung und Zusammenhalt sichtbar machen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt „Zusammenhalt in Stein gemeißelt – Demokratie gestalten“, das der Malteser Hilfsdienst in Fulda gemeinsam mit Sanja Zivo und Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule umsetzt. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

„Mit dem Projekt möchten wir Jugendliche ermutigen, sich aktiv mit demokratischen Werten auseinanderzusetzen und eigene Ideen für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln“, erklärt Anke Seidl, Projektleiterin „Zusammenhalt in Stein gemeißelt“ beim Malteser Hilfsdienst in Fulda. Gesellschaftliche Teilhabe, ein respektvolles Miteinander, Zusammenhalt und demokratische Werte gehörten zu den Anliegen des Malteser Hilfsdienstes, so die Projektkoordinatorin. „Mit diesem Projekt schaffen wir einen Raum, in dem junge Menschen ihre Gedanken einbringen und sichtbar machen können“, freut sich Seidl.

Nach der Vorstellung bei der Demokratiekonferenz in Fulda im August 2026, startete die praktische Arbeit mit Jugendlichen der Geschwister-Scholl-Schule. Auf der gemeinsamen Agenda stehen Themen wie Menschenrechte, Gleichberechtigung und Teilhabe. „Die Ergebnisse werden in mehreren Aktionsphasen künstlerisch gestaltet und in Sandsteinplatten eingearbeitet“, so Konzeptgeberin und künstlerische Leiterin Sanja Zivo über das Projekt „Zusammenhalt in Stein gemeißelt“. 

„Jeder Mensch sollte frei sein.“

Die Auseinandersetzung mit demokratischen Werten spielt für die teilnehmenden Jugendlichen eine wichtige Rolle. „Wir haben über Menschenrechte und alles geredet, über Frauenrechte, über Kinderrechte. Warum es diese Rechte gibt und so alles“, berichtet eine zwölfjährige Schülerin, die gerne anonym bleiben möchte. Auf die Frage nach dem wichtigsten demokratischen Wert antwortet eine andere Schülerin: „Recht auf Freiheit.“ Ein Schüler nennt Freiheit als zentralen Wert, ein anderer betont: „Jeder Mensch sollte frei sein.“

Als Gemeinschaft etwas schaffen

Neben dem inhaltlichen Austausch komme der gemeinsamen praktischen Umsetzung eine besondere Bedeutung zu, sagt Seidl. „Demokratische Werte werden nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam gestaltet und erlebbar gemacht.“ Die Schülerinnen und Schüler entwickelten zunächst Entwürfe auf Papier. „Darauf mussten wir den Umriss von einem Stein abmalen und dann mussten wir ein Recht in diesen Stein reinzeichnen“, beschreibt eine Schülerin die Arbeitsschritte.

„Demokratie wird besonders dann erfahrbar, wenn junge Menschen selbst gestalten und ihre Ideen einbringen können“, so Zivo. „Die fertigen Sandsteinplatten zeigen nicht nur, welche Werte den Jugendlichen wichtig sind. Sie machen auch sichtbar, dass ihre Stimmen zählen.“

Die gestalteten Sandsteinplatten werden zu einem dauerhaften Weg an einem öffentlichen Ort in Fulda zusammengefügt. So entsteht ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt, das die Botschaften der Jugendlichen langfristig im öffentlichen Raum präsent hält.

Das Projekt läuft seit 1. Juni und geht noch bis 31. Dezember 2026.

 

Kontakt für Interessierte: 

Anke Seidl, Malteser Hilfsdienst, Projektleiterin „Zusammenhalt in Stein gemeißelt“
Diözesangeschäftsstelle Fulda, E-Mail: anke.seidl@malteser.org


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