Vor wenigen Wochen bekam Horst eine niederschmetternde Nachricht: Ein erneut diagnostizierter Gehirntumor, die Prognose ist düster – nur noch Wochen, vielleicht wenige Monate bleiben ihm laut den Ärzten. Inzwischen kann der 73-Jährige nicht mehr gehen, selbst das Stehen fällt ihm zunehmend schwer. Ein Palliativ-Pflegedienst unterstützt ihn und seine Frau Marga nun zusätzlich. Die beiden verbindet ein liebevolles Verhältnis – sie ist an seiner Seite, kümmert sich mit unglaublicher Hingabe um alles, was irgendwie möglich ist.
Ein Herzenswunsch, der in dieser schweren Zeit neue Kraft schenkt: Das Spiel Jahn Regensburg gegen Schalke 04. Die Malteser machten es möglich, begleiteten Herrn Rühr im Herzenswunsch-Krankenwagen bis ins Stadion. Dort war alles wie früher – Stadiongeruch, Fangesänge, Spannung pur. Und als der Jahn dann sogar mit 2:0 gegen Schalke gewann, war der Jubel riesig. Auch bei Horst, der den Moment sichtlich genoss.
Christian Winkler, Koordinator der Herzenswunsch-Fahrten in Regensburg, war tief bewegt:
„Man hat ihm angesehen, wie sehr ihn dieser Tag berührt hat. Trotz aller Schmerzen war er ganz da, voller Emotionen. Für solche Momente machen wir das – sie geben Mut, Kraft und zeigen, wie viel Leben auch im letzten Lebensabschnitt noch steckt.“
Michael Boiger-Weise, ebenfalls Helfer bei den Maltesern, ergänzt:
„Die Herzenswunsch-Fahrten zeigen, wie viel Liebe, Fürsorge und Menschlichkeit in unserer Arbeit steckt. Wenn wir miterleben dürfen, wie aus einem Wunsch ein kostbarer, echter Lebensmoment wird, dann spüren auch wir, was wirklich zählt.“
Für Horst Rühr war es vielleicht das letzte Spiel im Stadion. Aber eines, das er – und alle, die ihn begleitet haben – nie vergessen werden.