Abschied von der Hauskapelle der Malteser – Ein Ort voller Geschichten und Gemeinschaft 

Die Kapelle war nicht nur ein Ort der Stille und Besinnung, sondern auch Zeuge vieler persönlicher und spiritueller Meilensteine. So wurde hier der allseits bekannte Pater Gerhard in den Malteserorden aufgenommen – ein bedeutsamer Moment in der Geschichte der Gemeinschaft. Auch fanden in der Kapelle Taufen von Kindern der Mitarbeitenden statt, auch Trauungen wurden hier gefeiert, was die Verbundenheit zwischen Glauben, Familie und Beruf eindrucksvoll sichtbar machte. Diözesanleiter Julius-Alexander Past würdigte diese besondere Bedeutung in seiner Begrüßung: „Heute nehmen wir Abschied von einem Ort, der uns alle ans Herz gewachsen ist. Die Wehmut, die jedem Abschied innewohnt, wird in dieser Stunde jedoch von großer Dankbarkeit überstrahlt – von Dankbarkeit für diesen einzigartigen Ort: hier, in der uns allen so vertrauten Kapelle, durften wir den Eucharistischen Herrn in unserer Mitte haben. Über Jahre und Jahrzehnte hin ein ganz großes Privileg, für das wir sehr dankbar sind.“

Ein Raum voller Erinnerungen 

Neben unzähligen Gottesdiensten und Gebeten war die Kapelle auch immer ein Ort der Begegnung. Hier fanden Segnungen, Jubiläen und spirituelle Impulse statt, die den Alltag der Mitarbeitenden prägten. Pfarrer Christoph Seidl, der die Profanierungszeremonie leitete, betonte den Wert der Gemeinschaft: „Das ist heute ein trauriger Anlass für mich, weil mir die Kapelle durch viele Gottesdienste mit den MitarbeiterInnen sehr ans Herz gewachsen ist. Wichtiger als ein fester heiliger Ort ist für mich aber, dass die Menschen, die sich hier immer wieder getroffen haben, auch weiterhin zusammenkommen können an einem anderen Ort.“

Der Geist lebt weiter

Der Umzug der Malteser-Geschäftsstelle bedeutet auch den Beginn eines neuen Kapitels. In der neuen Geschäftsstelle soll es wieder einen Raum geben, der den Mitarbeitenden als Rückzugsort dient. Die Erinnerung an die Kapelle und die Ereignisse, die sie geprägt haben, werden jedoch lebendig bleiben. 

Abschließend richtete Julius-Alexander Past den Blick nach vorn:

„Als pilgerndes Gottesvolk führt uns der Weg nun weiter, an einen neuen Arbeitsort, und wir sind zuversichtlich und wunderbar getragen von der inneren Gewissheit, dass der HERR uns auch dort ein treuer Begleiter sein wird.“

Mit diesem Glauben und der Dankbarkeit im Herzen verabschiedeten sich die Malteser von einem besonderen Ort, dessen Geist und Bedeutung jedoch in die Zukunft weitergetragen werden.


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