Malteser erfüllen schwerkranker Rilana Klein den letzten Herzenswunsch

Rilana Klein (vorne) gemeinsam mit Frau Wotschke, den ehrenamtlichen Maltesern Lucas Kamphorst und Eveline Kamphorst (Herzenswunsch-Koordinatorin) sowie Betreuer Stefan Roderig.

Münster/Dülmen. Der Malteser-Herzenswunsch-Krankenwagen aus Münster hat am 31. Januar 2026 einen besonders bewegenden Wunsch erfüllt. Ziel der Fahrt war Warnemünde – ein Ort, den sich die schwer erkrankte Rilana Klein noch einmal von Herzen wünschte. Die 40-Jährige, die an Akuter Myeloischer Leukämie (AML) leidet, wollte die Ostsee sehen und ihre enge Freundin Frau Wotschke treffen.

Ein Wunsch, der trotz schwerer Krankheit Wirklichkeit wurde

Angefragt wurde die Fahrt von Stefan Roderig aus dem Anna-Katharinastift Karthaus in Dülmen. Kurz vor der Fahrt wurde Rilana Klein in das Hospiz Anna-Katharina in Dülmen verlegt. Dennoch stand für sie fest: Diese Reise möchte sie unbedingt antreten.

Um 8 Uhr morgens holten die Ehrenamtlichen des Malteser-Herzenswunsch-Krankenwagens Rilana Klein im Hospiz ab. Gegen 13 Uhr erreichten sie Warnemünde, wo bereits Frau Wotschke wartete. Für den Strandbesuch wurde ein Strandrollstuhl organisiert – bei minus vier Grad gut eingepackt, konnte Rilana Klein so noch einmal das Meer sehen, hören und riechen. Ein Moment, der für sie von unschätzbarem Wert war.

Wärme und ein Stück Normalität

Nach dem Strandbesuch wärmte sich die kleine Gruppe in der Bar des Hotel Neptun bei Getränken und Kuchen wieder auf. Anschließend ging es weiter zum Leuchtturm und an den Hafen – inklusive eines Fischbrötchens, das für Rilana Klein unbedingt dazugehörte.

Zufrieden, erfüllt und sehr müde trat die Gruppe gegen 17.30 Uhr die Rückfahrt an. Um 21.30 Uhr erreichte der Herzenswunsch-Krankenwagen wieder das Hospiz in Dülmen.

Dankbarkeit für einen Tag voller Lebensfreude

Für Rilana Klein war dieser Tag mehr als ein Ausflug. „Vielen Dank, das waren wirklich meine letzten beiden großen Wünsche“, sagte sie am Abend erschöpft, aber glücklich.

Auch Stefan Roderig zeigte sich tief berührt: „Die Ehrenamtlichen der Malteser waren super freundlich und mit Herz dabei. Rilana Klein war am nächsten Tag völlig k.o. und hat viel geschlafen – aber sie hat noch einmal Lebensfreude zurückbekommen. Sie möchte diese Woche sogar noch einmal in die Stadt. Vielen Dank.“

Begleitet wurde die Fahrt von Lucas Kamphorst, Rettungssanitäter und Notfallsanitäter in Ausbildung, sowie Herzenswunsch-Koordinatorin und Rettungssanitäterin Eveline Kamphorst.


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