Gemeinsam komplexe Einsatzlagen trainieren

Mehrere Beamte üben das Sichern des Malteser Rettungswagens
Im Rahmen der Schnittstellenübung erreichten Beamte des Unterstützungskommandos Dachau einen Sicherungskorridors um den Rettungswagen der Malteser Erding.

Erding/Dachau. Wie arbeiten Polizei und Rettungsdienst in komplexen Einsatzlagen bestmöglich zusammen? Genau diese Frage stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Schnittstellenübung, an der sich die Malteser Erding im Mai im Rahmen der Fortbildungstage des Unterstützungskommandos Dachau beteiligten. Ermöglicht wurde die Teilnahme an der Übung von Markus Diehl, stellvertretender Leiter Einsatzdienste der Malteser Erding, der selbst Polizeibeamter ist. Pro Übungstag trainierten ein kompletter Zug des Unterstützungskommandos sowie drei Besatzungen aus Rettungs- und Krankentransportwagen. 

Insgesamt wurden sechs unterschiedliche Szenarien geübt – drei am Vormittag und drei am Nachmittag. Die Gruppen der Polizei und die sechs Einsatzkräfte des Rettungsdienstes wurden dabei immer wieder neu zusammengestellt. Auch Übungsbeobachter und Verletztendarsteller wechselten von Szenario zu Szenario. So mussten sich die Teilnehmenden jedes Mal auf neue Situationen, unbekannte Örtlichkeiten und unterschiedliche Patientinnen und Patienten einstellen.

Die Bandbreite der Einsatzlagen reichte von einer Messerstecherei über eine Traumareanimation bis hin zu einem Verkehrsunfall mit automatischem Notruf und anschließender Eskalation durch einen Täter. Realistisch geschminkte Verletztendarsteller, dynamische Lagen und anspruchsvolle Verletzungsbilder forderten sowohl Polizei als auch Rettungsdienst. Auch erfahrene Sanitäterinnen und Sanitäter seien dabei an fachliche und organisatorische Grenzen gekommen, berichtet Diehl.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit von Rettungsdienst und Polizei zu trainieren, Abläufe zu prüfen und die Kommunikation zu verbessern – damit im Ernstfall sicher, koordiniert und schnell gehandelt werden kann. „Durch die intensiven Szenarien konnten wir wichtige Erkenntnisse für die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Rettungsdienst gewinnen. Besonders der gemeinsame Austausch im Anschluss war für alle Beteiligten sehr wertvoll“, so Diehl.

Für die Malteser bot die Beteiligung an den Fortbildungstagen die Gelegenheit, Erfahrungen aus der Praxis einzubringen und gemeinsam mit der Polizei Abläufe für herausfordernde Einsatzlagen zu trainieren. „Gute Zusammenarbeit beginnt nicht erst im Einsatz, sondern entsteht durch gemeinsames Training“, so die Bilanz des stellvertretenden Leiters Einsatzdienste der Malteser.

Zur Webseite der Malteser Erding: www.malteser-erding.de

 


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