Am vergangenen Samstag, 6. Juni, feierten die Malteser ihr 20-jähriges Bestehen im Landkreis Aurich und stellten mit Unterstützung befreundeter Ortsgliederungen ihre zahlreichen Tätigkeitsfelder vor.
Stadtbeauftragter Matthias Lieske und Schirmherr Wiard Siebels, Landtagsabgeordneter und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, eröffneten die Veranstaltung am späten Vormittag und hießen die Gäste und die Helferinnen und Helfer herzlich willkommen. Siebels betonte, wie wertvoll das ehrenamtliche Engagement sei, und unterstrich: „In der Gesellschaft muss wieder mehr Respekt für Ehrenamtliche und Einsatzkräfte aller Organisationen und Behörden gelebt werden.“
Anschließend begab Siebels sich auf eine Runde von Station zu Station, um mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen und sich über die dargestellten Dienste zu informieren. Mit der Malteser Jugend aus Papenburg übte er Herz-Lungen-Wiederbelebung und bei der Rettungshundestaffel der Malteser Bramsche wurde sein Parteikollege und Auricher Bürgermeisterschaftskandidat Julian Jetses kurzerhand zur vermissten Person.
Der Herzenswunsch-Krankenwagen, der in unserer gesamten Diözese Wünsche erfüllt, war ein eher leises Thema. Im Gespräch über diesen rein durch Spenden finanzierten und ehrenamtlich durchgeführten Dienst ging es viel mehr darum, dass nicht immer die großen Augenblicke im Leben zählen, sondern manchmal einfach nur die Möglichkeit, noch einmal nach Hause und in den eigenen Garten zu können.
Am Gerätewagen Sanität der Malteser Alfhausen konnten Sascha Koop, Ortsbeauftragter aus Alfhausen, und David Exner, Leiter Einsatzdienste in Stadt und Landkreis Osnabrück, mit Siebels die Herausforderungen von Finanzierungen und Beschaffungen im Katastrophenschutz besprechen, ehe es bei der Psychosozialen Notfallversorgung am Stand der Malteser Bockhorst/Rhauderfehn wieder leiser weiterging und die Wichtigkeit eines gesunden Umgangs mit psychischen Belastungen hervorgehoben wurde.
Und auch das soziale Ehrenamt der Malteser Aurich, mit dem Mobilen Einkaufswagen und dem Kulturbegleitdienst besuchte Siebels ausgiebig, trank ein paar Gläser der alkoholfreien Bowle und nahm sich viel Zeit, um Fragen zu stellen und die Arbeit kennenzulernen.
Bis in den Nachmittag hinein stellten Besucherinnen und Besucher Fragen, lernten die Dienste der Malteser kennen oder genossen Currywurst oder ein Stück Kuchen auf dem Gelände am Georgswall.
„Es war eine schöne Veranstaltung, wir haben uns vorgestellt und mit der Unterstützung zahlreicher Malteser aus unserem gesamten Bezirk eine sehr schöne Feier veranstaltet“, resümierte Matthias Lieske und blickte zufrieden auf den „Tag der Malteser“ zurück.
Der stellvertretende Beauftragte Andreas Töpfer, der 2025 die Idee für diese Feier hatte, ergänzte: „Wir sind jetzt schon gespannt, was wir in fünf Jahren auf die Beine stellen und welche neuen Impulse für Aufgaben und Betätigungen die Veranstaltung setzen konnte.“
(Fotos: M. Klein, K. Ryzhkova)