Malteser Bevölkerungsschutz übt kreisübergreifend

Die Einsatzkräfte der Malteser – Übung am A2-Forum. (Foto: Anke Buttchereit)

Gütersloh/Münster/Telgte. Sonntagmorgen, 8.30 Uhr. Während die meisten Menschen gerade in einen entspannten Tag am Wochenende starten, sah es am vergangenen Sonntag in Telgte anders aus. Im Industriegebiet Kiebitzpohl herrschte reges Treiben. Insgesamt 66 Einsatzkräfte der Malteser aus Münster, Ahlen, Drensteinfurt, Ostbevern, Telgte und Warendorf sammelten sich mit 19 Fahrzeugen zur gemeinsamen Übung.

Unterdessen bei den Maltesern in Gütersloh: Auch hier laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. In der Feldküche der Malteser wird geschnibbelt, gebraten und gekocht. Rund 80 Portionen müssen bis zur geplanten Ausgabe auf dem Bereitstellungsraum am A2 Forum in Rheda-Wiedenbrück fertig sein. 

Ziel der Übung für die Einsatzeinheiten aus Münster: Größere Verbände von Fahrzeugen sicher und koordiniert in ein Einsatzgebiet verlegen. Hier wird das Fahren „in Kolonne“ (fachlich: im geschlossenen Verband) notwendig. Die 19 Fahrzeuge wurden in drei Gruppen geteilt und jeweils als einzelner Verband in einen Bereitstellungsraum in Kreis Gütersloh am A2 Forum verlegt.

Hier warteten bereits die Kolleginnen und Kollegen der Malteser Gütersloh mit dem dort zuständigen Einsatzleiter Andreas Gerling, um die Ankunft und das Parken der Fahrzeuge zu koordinieren. Inzwischen ist auch die Verpflegung angekommen: Das siebenköpfige Feldküchenteam hat Geschnetzeltes mit Nudeln, eine vegetarische Linsenbolognese und ein Dessert für alle Einsatzkräfte zubereitet.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen erfolgte dann noch die Vorstellung neuer Fahrzeuge im Zivil- und Katastrophenschutz, die noch nicht alle Einsatzkräfte kannten. 

Spontan besuchte Güterslohs Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper die Übung und überbrachte den Einsatzkräften die Grüße des Kreises sowie seine Wünsche für einen erfolgreichen Verlauf.

Auch der Rückweg der Münsteraner Malteser nach Telgte erfolgte wieder als geschlossener Verband.

„Durch zunehmende Einsatzlagen für den Katastrophenschutz in Deutschland ist auch häufig das Verlegen von Einheiten im geschlossenen Verband notwendig. Diese Übung hat uns gut gezeigt, wie wichtig eine regelmäßige Praxis in diesem Gebiet ist und worauf man achten muss“, so Lars Paul, einer der Übungsorganisatoren.

„Mich beeindruckt die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten und das Zusammenwirken der Einsatzkräfte. Das ganze ehrenamtlich an einem Sonntag ist ein besonderer Dienst an unserer Gesellschaft“, resümiert Georg Freiherr von Twickel, stellvertretender Diözesanleiter der Malteser im Bistum Münster, der die Übung begleitete.


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