Hannover (mhd). Ein jahrzehntelanger ehrenamtlicher Einsatz findet seine angemessene Würdigung: Maximilian Freiherr von Boeselager, ehemaliger Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Hildesheim, hat am Freitag, 16. Oktober 2026, im Haus der Region Hannover aus den Händen der stellvertretenden Regionspräsidentin Michaela Michalowitz das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, das so genannte Bundesverdienstkreuz, erhalten.
Diese Ehrung im Namen von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier erfolge „in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl“, sagte Michalowitz bei ihrer Laudatio vor rund zwei Dutzend Gästen der Familie von Boeselager und bezog sich dabei insbesondere auf von Boeselagers Wirken bei den Maltesern, aber auch seinen Einsatz in der katholischen Kirche, unter anderem als Pfarrgemeinderat, im Dekanatsrat des Bistums Hildesheim und im Rat der katholischen Kirche in der Region Hannover sowie im Schulelternrat der Ludwig-Windthorst-Schule Hannover. Der Geehrte habe insbesondere das Wirken des Malteser Hilfsdienstes in Niedersachsen maßgeblich geprägt.
Von einer mehr als verdienten Ehrung sprach auch Heinrich Freimann, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Springe, wo das Ehepaar von Boeselager wohnt. Grüße und Glückwünsche der Bundesleitung des Malteser Hilfsdienstes überbrachte schließlich Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth als Vizepräsident des Malteser Hilfsdienstes Deutschland. Max von Boeselager sei immer zur Stelle gewesen, wenn man ihn brauchte, immer ansprechbar und immer verlässlich. Bischof Dr. Michael Wüstenberg, Diözesanseelsorger der Malteser in der Diözese Hildesheim, lobte: „Es ist recht, dass pflichtbewusster Einsatz sein Recht bekommt und wertgeschätzt wird!“
Ausgangspunkt für sein eigenes ehrenamtliches Engagement sei die Eheschließung vor 47 Jahren gewesen, bekannte der Geehrte in einer kurzen Dankesrede. Die Aufforderung des Priesters, als christliche Eheleute Aufgaben in Ehe, Familie, Kirche und Welt zu erfüllen, nahmen er und seine Frau damals wörtlich. „Im Malteserorden und seinen Werken haben wir schließlich die Heimat gefunden, um genau diesen Auftrag mit Leben zu füllen,“ so der neue Bundesverdienstkreuzträger. Die Auszeichnung nehme er gerne entgegen, denn sie ehre nicht nur ihn, sondern das Ehrenamt an sich.
Maximilian Freiherr von Boeselager wurde 1952 in Haus Eggermühlen geboren, wo er auch aufwuchs. Nach dem Grundwehrdienst absolvierte er eine Ausbildung zum Restaurator und arbeitete zuletzt bis 2017 beim Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds in Hannover. Seit 1979 ist der neue Bundesverdienstkreuzträger mit Marie-Rose Freifrau von Boeselager verheiratet, die am 23. Februar 2023 an gleicher Stelle ebenfalls das Bundesverdienstkreuz erhielt. Gemeinsam hat das Ehepaar vier Kinder und engagierte sich mehr als vier Jahrzehnte ehrenamtlich für die Malteser. Seit 1978 unternahm Max von Boeselager jährliche Pilgerfahrten mit dem Lourdes-Krankendienst des Malteserordens in den Diözesen Münster und Paderborn und wurde 1989 selbst in den Malteserorden aufgenommen. 1997 erfolgte die Berufung zum stellvertretenden Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Hildesheim und 2004 zum Diözesanleiter dort. Von 1991 bis 1999 war er zudem Stadtbeauftragter der Malteser in Hannover. Am 9. Mai 2026 legte Max von Boeselager die Verantwortung des Diözesanleiters in die Hände eines Nachfolgers.
Für seine Verdienste um die Malteser und die ökumenische Zusammenarbeit mit dem Johanniterorden hat Max von Boeselager unter anderem die Bernward-Medaille des Bistums Hildesheim, das Kommandeur-Kreuz Pro Merito Melitensi des Malteserordens und die Ehrennadel am Bande des Johanniterordens erhalten.