Borchen. Das Malteser Projekt „Mitmachen verbindet“ ist am Pilotstandort Borchen mit viel Motivation und Energie gestartet. Abwechslungsreiche Angebote bringen Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren zusammen und beugen so Einsamkeit vor. Dass sich die Teilnehmenden bereits weitere Aktionen wünschen, zeigt: Das Konzept kommt vor Ort bestens an.
Spielerisch ins Gespräch kommen
- Beim Orientierungsmarsch des Trommlercorps 1950 Kirchborchen am 25. April gestalteten die Malteser eine eigene Station. Quizfragen und ein kleiner Wettbewerb im schnellen Falten eines Papier-Rettungswagens weckten spielerisch das Interesse am Projekt.
Quizabend macht Lust auf mehr
- Am 12. Juni kamen acht Jugendliche im Jugendtreff Haus der offenen Tür (HoT) zu einem lebendigen Quizabend zusammen. In Teams knobelten sie sich durch sechs Kategorien. Gutscheine für die örtliche Eisdiele und Süßigkeiten belohnten die Bestplatzierten. Noch wichtiger war der einhellige Wunsch nach einer Wiederholung.
Präsenz zeigen und Wünsche aufnehmen
- Beim „Tag der Gem.einsamkeit“ des Kreises Paderborn am 28. Juni war „Mitmachen verbindet“ mit einem Infostand in Borchen präsent. Das Team informierte über das Projekt, sammelte Wünsche junger Menschen und verteilte bienenfreundliche Blumensamen – ein kleines Symbol dafür, wie aus guten Ideen neue Verbindungen wachsen können.
- Auch beim Caritas-Treff auf Libori am 31. Juli stellte sich das Projekt vor. Ein Emoji-Quiz und ein Glücksrad machten den Stand zu einem unterhaltsamen Treffpunkt und brachten das Thema Einsamkeitsprävention niedrigschwellig ins Gespräch.
Gemeinsam kochen, genießen und Freundschaften knüpfen
- Beim Taco- und Filmabend am 7. August wurde Gemeinschaft mit allen Sinnen erlebbar. Die Jugendlichen bereiteten zusammen das Essen zu und entdeckten dabei neue Zutaten. Anschließend machten sie es sich bei Nachos und dem Film „McFarland“ gemütlich. Einige verstanden sich auf Anhieb so gut, dass sie künftig mehr miteinander unternehmen möchten. Damit wurde das Projektziel ganz konkret: Aus einem gemeinsamen Abend entstanden neue Kontakte.
Lara Marita Köhncke: Koordinatorin und Netzwerkerin
Projektkoordinatorin Lara Marita Köhncke hält die vielfältigen Aktivitäten zusammen und entwickelt sie kontinuierlich weiter. Sie konzipiert die außerschulischen Angebote, begleitet deren Umsetzung, bleibt im direkten Austausch mit den Jugendlichen und hat ihnen im vergangenen halben Jahr Freiräume für eigene Ideen und neue Erfahrungen eröffnet.
Als Netzwerkerin verbindet Lara Marita Köhncke Schulen und Schulsozialarbeit mit Jugendtreffs, Gemeinde, Caritas sowie weiteren Akteuren vor Ort. Infos auf der Projektseite „7 gegen Einsamkeit“ des Caritasverbandes erhöhen die Sichtbarkeit zusätzlich. Ihre Vernetzungsarbeit trägt entscheidend dazu bei, dass die Angebote die Interessen der Jugendlichen treffen und dauerhaft in Borchen Fuß fassen.
Mit Rückenwind in die nächsten Monate
Die nächsten Begegnungen sind schon in Planung: Bereits am 18. August findet ein Kreativtag in Kooperation mit der Malteser Jugend bei den Maltesern in Borchen statt. Und bei der Back-to-School-Party des HoT am 1. September ist „Mitmachen verbindet“ mit einem Aktionsstand vertreten. Dort wird auch Dr. Anne Deter von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen erwartet und mit Ehrenamtlichen, Projektverantwortlichen und Jugendlichen ins Gespräch kommen.
Die Halbjahresbilanz fällt rundum positiv aus: „Mitmachen verbindet“ begeistert junge Menschen und lässt in Borchen neue Beziehungen entstehen. Der Pilotstandort beweist, welches Potenzial in einem gut koordinierten Projekt steckt, das ihre Ideen ernst nimmt und lokal fest verankert ist.