WuKAS – Wissens- und Kompetenzvermittlung im Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Spontanhelfern

Das Projekt wird durch den Malteser Hilfsdienst e. V. koordiniert, verantwortlich ist der Bereich Notfallvorsorge des Malteser Generalsekretariats, Köln. Akademischer Verbundpartner ist die Bergische Universität Wuppertal, vertreten durch das Fachgebiet Sicherheitstechnik/Arbeitssicherheit der Fakultät Maschinenbau und Sicherheitstechnik. Als assoziierte Partner begleiten das Verbundprojekt der Fachbereich Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sowie der Fachbereich Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz der DGUV.

Ziel des WuKAS-Projektes ist die Entwicklung eines Konzeptes, welches Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) beim sicheren Einsatz von Spontanhelfern unterstützt. Hierbei sollen relevante Inhalte situationsgerecht, anwendungsorientiert und rechtssicher erarbeitet sowie implementiert werden.

Als Ergebnis dieses Prozesses sollen den BOS durch das Projekt Handlungshilfen für die operativen Führungskräfte zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise wird ein sicherer und ganzheitlicher Ansatz für die Einbindung von Spontanhelfern ermöglicht, während gleichzeitig die Sicherheit der freiwillig mitwirkenden Spontanhelfer bei der Bewältigung von Schadenslagen weiter verbessert werden kann.

Aktuelles

Abschlussübung WuKAS auf der Trainingsbase in Weeze

In Weeze war am 27. Mai 2021 viel los: Das WuKAS-Team hat auf dem Übungszentrum der Training Base die Abschlussübung stattfinden lassen. Aufgrund der gegenwertigen Situation wurde die Übung in hybrider Form durch den Malteser Hilfsdienst e. V., Bereich Notfallvorsorge des Malteser Generalsekretariats in Zusammenarbeit mit der Uni Wuppertal, konzipiert und durchgeführt.

Führungskräfte des Technisches Hilfswerkes und Malteser Hilfsdienstes, Evaluatorinnen und Evaluatoren der Bergischen Universität Wuppertal, realistische Unfalldarsteller, Kamera-Teams eines externen Dienstleiters sowie die WuKAS-Übungsleitung waren vor Ort auf der Trainingsbase in Weeze. Dort wurden verschiedene Schadenslagen simuliert. Dies waren eine Deichverteidigung, ein Hauseinsturz ein Zugunglück und die Einrichtung einer Notunterkunft. Diese Einsatzabschnitte wurden mit den Spontanhelfenden, die Zuhause die Übung durch Live-Kamerabilder mitverfolgten, geteilt, um die Kontaktzahlen vor Ort zu minimieren. Im Rahmen der Videokonferenz konnten die Spontanhelfenden den Führungskräften über die Schulter schauen und bei einer anschließenden Einweisung mit den Führungskräften kommunizieren.

Die Kombination von realer Einsatzdarstellung und Videokonferenz ist in dieser Form bisher einzigartig. Diese Übungskonzeption hat dabei geholfen, die Handlungshilfen beim Einsatz mit Spontanhelfenden hinsichtlich des Arbeitsschutzes zu evaluieren. Nach der Übungsumsetzung folgt nun die Auswertung der am Übungstag stattgefunden Experteninterviews und Kameraaufzeichnungen. Wir informieren Sie hier, sobald es Neuigkeiten zu den Ergebnissen zum Forschungsprojekt gibt.

Wir möchten uns herzlich bei allen Partnern für die gute Zusammenarbeit bedanken. Insbesondere auch den teilnehmenden Spontanhelfenden sowie den Führungskräften der Ortsverbänden/Gliederungen für deren ehrenamtlichen Einsatz. Insbesondere bei:

  • THW OV Emmerich
  • THW OV Moers
  • THW OV Bocholt
  • THW OV Dinslaken
  • THW OV Wuppertal
  • MHD Gliederung Bonn
  • MHD Gliederung Essen
  • MHD Gliederung Meckenheim [ für die Realistische Unfalldarstellung]

Wir freuen uns sehr, dass die Übung dank Ihrer Hilfe wie geplant durchgeführt werden konnte. 

Trotz Corona: Der AKNZ-Workshop „Rechtsfragen des Bevölkerungsschutzes“ findet digital statt und WuKAS ist dabei!

Vom 2.12. - 4.12. findet der Workshop „Rechtsfragen des Bevölkerungsschutzes“, von der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) angeboten, in digitaler Form statt. In diesem Workshop wird ein Portfolio verschiedener rechtlicher Inhalte thematisiert und durch Vorträge und Gruppenarbeiten vertieft. Auch das Projekt WuKAS  ist durch einen Fachvortrag zum Thema „Arbeitsschutz im Katastrophenschutz – Spontanhelfende und Arbeitsschutz“ vertreten.

Vortrag beim digitalen 12. VDSI-Forum

Das 12. VDSI Forum NRW 2020 am 10. September 2020 stand in diesem Jahr unter dem Zeichen der SARS-CoV-2-Pandemie. Daher wurde einerseits das Thema "Gesundheit, Inklusion und Arbeit in der Krise? Prävention, Public Health und Arbeitsgestaltung!" auf die aktuelle Situation angepasst, andererseits die Veranstaltungsform als Webforum gestaltet. Auch das Forschungsprojekt WuKAS war durch den Vortrag „Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Spontanhilfe während der SARS-CoV-2-Pandemie“ von Marina Bier vertreten. In diesem wurden allgemeine Aspekte der Spontanhilfe und des Projektes erläutert, aber auch neue Erkenntnisse, die während der Pandemie eruiert werden konnten, vorgestellt.Das 12. VDSI Forum NRW 2020 am 10. September 2020 stand in diesem Jahr unter dem Zeichen der SARS-CoV-2-Pandemie. Daher wurde einerseits das Thema "Gesundheit, Inklusion und Arbeit in der Krise? Prävention, Public Health und Arbeitsgestaltung!" auf die aktuelle Situation angepasst, andererseits die Veranstaltungsform als Webforum gestaltet. Auch das Forschungsprojekt WuKAS war durch den Vortrag „Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Spontanhilfe während der SARS-CoV-2-Pandemie“ von Marina Bier vertreten. In diesem wurden allgemeine Aspekte der Spontanhilfe und des Projektes erläutert, aber auch neue Erkenntnisse, die während der Pandemie eruiert werden konnten, vorgestellt.

Der Vortrag findet sich hier.


WuKAS als Aufgabengeber für die 2. Summerschool der Technischen Hochschule Köln

Vom 7.-9.9. richtete das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr die kostenlose Summer School zum Thema "Die Gefahrenabwehr und Katastrophenhilfe im Pandemiefall“ für Studierende aus. In der diesjährigen Summer School wurden Probleme, Aufgaben und Fragestellungen aus der Praxis der Gefahrenabwehr und Katastrophenvorsorge mit einem Bezug zu Pandemien thematisiert.

Die Malteser stellten im Rahmen von WuKAS den Studierenden die folgende Aufgabe:

Wie lassen sich die Effekte einer Kurzeinweisung von Spontanhelfenden bei Pandemien in Tätigkeiten (z.B. zum Thema Arbeitsschutz) messen? Wie müsste eine Übung aufgebaut sein, welche Parameter müssten erhoben werden?

Die von den Studierenden nach zwei Tagen vorgestellten Ergebnisse bieten gute Anregungen und Anknüpfungspunkte für die Erstellung der Übungskonzeption im Rahmen des Projektes. Neben diesen Inhalten war insbesondere der Kontakt mit den Studierenden und die mögliche Einbindung dieser (bspielsweise als Beobachter der Übung) gewinnbringend für das Projekt.



Handlungshilfen für SH im Corona-Einsatz!!!

Aufgrund der Ausbreitung des neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) wird immer häufiger das soziale Engagement der Bevölkerung durch Nachbarschaftshilfen etc. sichtbar. Damit bei der Hilfe niemand zu Schaden kommt oder sich selbst infiziert, wurden im Rahmen des BMBF-Projektes WuKAS Handlungshilfen entwickelt. Dabei soll die „Handlungshilfe für Organisationen für den Einsatz von Spontanhelfenden “ zur Unterstützung von Behörden und Organisation dienen, die Spontanhelfende einsetzen möchten. Die zweite „Handlungshilfe für Helfende“ dient zur Orientierung für einzelne freiwillige Helfer im Einsatz vor Ort, um sich sicher zu verhalten und nicht selbst zu gefährden. Weitere tätigkeitsspezifische Handlungshilfen für Spontanhelfer (z. B. Gassi gehen etc.) werden noch folgen. Die Handlungshilfen für Helfende dürfen gerne mit dem Hashtag #sicherhelfen in den sozialen Medien geteilt werden.

Durch die starke Einbindung des Malteser Hilfsdienst e. V. in die aktuelle Lage, kann eine regelmäßige Aktualisierung auf dieser Seite nicht gewährleistet werden. Daher bitten wir sie, aktuelle Versionen unter folgendem Link abzurufen https://www.arbsi.uni-wuppertal.de/de/handlungshilfen-covid19.html

 

Die Handlungshilfen sind Teil des laufenden Projektes und werden daher stetig aktualisiert.

Wir freuen uns deshalb über Rückmeldungen, auch gerne konstruktive Kritik, über nachfolgendes Formular:

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Förderrichtlinie

Ein Forschungsprojekt im Rahmen der BMBF-Förderrichtlinie „Anwender-Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit

Projektträger