Seit 25 Jahren ist Thomas Kohr im Malteser Rettungsdienst in Würzburg tätig – eine Zeit geprägt von intensiven Einsätzen, technischem Wandel und einer großen Leidenschaft für den Beruf. In einer kleinen Feierstunde gratulierten ihm Bezirksgeschäftsführer Rainer Kaufmann sowie Rettungsdienstleiter Manfred Kirst und sein Stellvertreter Manuel Schmitt zum Dienstjubiläum.
Schon seit 1993 ehrenamtlich aktiv, begann Kohr seinen hauptamtlichen Dienst als Rettungssanitäter am 1. Juni 2001. Seither hat sich im Rettungsdienst einiges geändert: „Früher haben wir noch mit Falkplänen die Einsatzstelle gesucht“, erinnert er sich schmunzelnd. Heute kommen die Einsätze von der Leitstelle direkt aufs Display im Fahrzeug und das Navi starte automatisch. Auch die medizinische Ausstattung habe sich deutlich verbessert, so dass eine bessere Versorgung bereits am Einsatzort möglich sei. Selbst Krankenwagen verfügen heute über Technik, die früher nur in Rettungswagen war.
Geblieben ist seine Haltung zum Dienst: Thomas Kohr gilt als äußerst zuverlässig und springt selbstverständlich ein, wenn Engpässe entstehen. Kolleginnen und Kollegen schätzen ihn als erfahrenen Routinier, der Ruhe ausstrahlt und vor allem selten schlechte Laune hat. Auch wenn sein Herz besonders für die Notfallrettung schlägt, übernimmt er auch gerne längere Überlandfahrten: „Da bleibt dann mal Zeit für Gespräche mit den Patienten.“.
Prägend sind für ihn immer Einsätze mit Kindern: schöne wie die Geburt im Rettungswagen, weil der Weg in die Klinik wegen Blitzeis nicht mehr zu schaffen war, und die Familie dem Malteserteam im Nachhinein noch persönlich gedankt hat. Aber auch belastende Einsätze wie ein Verkehrsunfall, bei dem ein 6jähriges Kind ums Leben kam, gehören zum Beruf. Wichtig ist ihm dabei dann die Unterstützung im Team sowie die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), die Einsatzkräfte nach schwierigen Situationen begleitet. „Das ist ein großer Fortschritt“, so Kohr.
Bezirksgeschäftsführer Rainer Kaufmann freut sich über den Jubilar: „Gerade im anspruchsvollen Rettungsdienst sind Mitarbeitende wie Sie ein großes Glück.“ Das betonte auch die Rettungsdienstleitung: „Deine Erfahrung, deine Verlässlichkeit und deine menschliche Art prägen unser Team seit vielen Jahren.“