Realistisches Einsatztraining: Großübung in Vechta fordert Einsatzkräfte

Zwei Personen in Malteser Einsatzkleidung schieben eine eine Trage mit einer verletzten Person
Insgesamt mussten durch den Rettungsdienst 15 "verletzte" Personen gesichtet, versorgt und ins Marienhospital Vechta transportiert werden. Foto: Ulrike Berg / Malteser
Einsatzkräfte der Feuerwehr auf Drehleiter
Die Feuerwehr musste mehrere Personen unter schweren Atemschutz und über die Drehleiter aus den oberen Stockwerken retten. Foto: Ulrike Berg / Malteser
Jeweils ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr und des Malteser Rettungsdienstes
Fazit der Übung: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit war sehr erfolgreich. Foto: Ulrike Berg / Malteser

Der Waldhof in Vechta war kürzlich Schauplatz einer unangekündigten Großübung. Zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, SchnellEinsatzGruppen und Krisenintervention (PSNV) probten den Ernstfall.

Übungsszenario und Herausforderungen
Das Szenario: Während einer Party bricht im Keller einer Gaststätte ein Brand aus. Der Rauch breitet sich durch die offene Tür schnell auf alle Etagen aus. Zirka 15 Personen befinden sich im Gebäude auf allen Etagen verteilt. Einige haben bereits versucht, ins Freie zu gelangen. Über den Notruf 112 wird aus dem betroffenen Gebäude eine starke Rauchentwicklung gemeldet - zum Zeitpunkt des Notrufs ist das Ausmaß der Lage allerdings noch unklar.
Die Herausforderungen: Mehrere Personen mussten unter schwerem Atemschutz sowie über die Drehleiter gerettet werden. Und auch die Vielzahl der Patientinnen und Patienten leistete den Einsatzkräften des Rettungsdienstes viel ab, denn innerhalb kurzer Zeit mussten die „Verletzten“ gesichtet, versorgt und ins Marienhospital Vechta transportiert werden.

Ablauf der Alarmierung und erste Maßnahmen
Um 18:06 Uhr ging die Erstmeldung  ein. Die Feuerwehr Vechta und der Rettungsdienst Landkreis Vechta wurden mit dem Stichwort FEUER-2 „Feuer in einer Gaststätte“ alarmiert. Bereits bei Alarmierung flog die neue Einsatzdrohne Alpha Hawk der Firma Alpha-Robotic zum Einsatzort und lieferte erste Bilder.

Erhöhung der Einsatzlage und Nachalarmierungen
Noch während die ersten Einsatzkräfte ausrückten, wurde die Lage auf FEUER-3 MANV und kurze Zeit später auf FEUER-4 MANV erhöht. Weitere Einheiten wurden alarmiert, darunter die Feuerwehr Vechta, Feuerwehr Langförden, Feuerwehr Lohne , Feuerwehr Bakum sowie die Drohnengruppe Süd des Landkreises Vechta. Zusätzlich rückten zahlreiche Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge des Malteser Rettungsdienstes sowie die örtliche Einsatzleitung aus.

Beteiligte Kräfte und Unterstützer
Neben den hauptamtlichen Einsatzkräften unterstützten auch die SchnellEinsatzGruppen der Malteser aus Damme, Dinklage, Lohne, Visbek, Lutten/Goldenstedt sowie Vechta. Ebenfalls beteiligt waren das PSNV-Team der Malteser, die Polizei und der Energieversorger EWE, die wie bei einem echten Einsatz eingebunden wurden.

Erfolgreiche Zusammenarbeit und Dank
„Die Übung diente der Überprüfung von Abläufen, Führungsstrukturen und der interdisziplinären Zusammenarbeit“, so Daniel Belling, stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Vechta. Diese hatte die Großübung federführend organisiert. „Die hervorragende Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte ermöglichte eine eindrucksvolle Demonstration, dass auch bei außergewöhnlichen Schadenslagen eine professionelle Rettung und Versorgung im Landkreis Vechta sichergestellt ist“, so Belling weiter. Er dankte den beteiligten Einsatzkräften, der Realistischen Unfalldarstellung der Malteser Lohne - die Ehrenamtlichen hatten den Laiendarstellern einmal mehr täuschend echte Verletzungen geschminkt -, dem Planungsteam und der Firma Scheele Erdbau. Diese hatte den alten Waldhof vor dem Abriss für diese Übung zur Verfügung gestellt.

Im Anschluss an die Großübung konnten sich alle Beteiligten noch im Gerätehaus Vechta stärken und das Einsatztraining Revue passieren lassen. Die Malteser Vechta hatten für das leibliche Wohl gesorgt.


Zurück zu allen Meldungen