Demenz verstehen: Parcours soll sensibilisieren

Eine Frau in Malteser Dienstkleidung erklärt die Straßenkarte, die auf dem Tisch liegt.
Malteser Referentin Hiltrud Espelage und eine Mitarbeiterin des Landkreises Oldenburg bei der Station "Im Straßenverkehr". Insgesamt hat der Demenz-Parcours 14 Stationen. Foto: Ulrike Berg / Malteser
Eine Frau steht vor einem Kasten mit Löffeln und Kugeln.
Ganz schön schwer: Nur mit Blick in den Spiegel am Kopf der Box gilt es, die Glasmurmeln mit dem Löffel nach Vorgabe vom Teller in die Becher zubringen. Foto: Ulrike Berg / Malteser
Ein Glasteller mit Murmeln, ein Löffel und zwei Becherchen.
Allein die Murmeln nur mit Blick in den Spiegel auf den Löffel zu bekommen erfordert viel Konzentration. Foto: Ulrike Berg / Malteser
Ein Mann mit Handschuhen und einer Kittelschürze
Bei der Station "Anziehen" gilt es, die Knöpfe der Kittelschürze mit den Händen in Handschuhen zuzuknöpfen. Wieviel Knöpfe schafft man, wenn gleichzeitig bis 36 zu zählen ist? Foto: Ulrike Berg / Malteser

Demenz-Parcours on Tour: Immer wieder wird der Malteser Demenz-Parcours von Einrichtungen, Schulen oder Vereinen angeordert. Diesmal war er im Rahmen der "Beschäftigten Gesundheitswochen" beim Landkreis Oldenburg in Wildeshausen im Einsatz. Jede der insgesamt 14 Stationen simuliert eine typische Alltagssituation: zum Beispiel "Anziehen", "Mittagessen", "Im Straßenverkehr" oder "Einkaufen". Viele der teilnehmenden Mitarbeitenden kennen das Krankheitsbild bereits aus dem Familien- oder Freundeskreis und nutzten so die Gelegenheit, mehr über Demenz zu erfahren. Motiviert und konzentriert absolvierten sie die Stationen – und nahmen aus den zwei Stunden der Veranstaltung eigenen Aussagen zufolge überraschende und teils sehr berührende Erkenntnisse mit. 

"Der Parcours soll sensibilisieren und erlebbar machen, wie sich der Verlust von Alltagsfähigkeiten für Menschen mit Demenz anfühlen kann", sagt Hiltrud Espelage, Referentin für ambulante Demenzarbeit bei den Maltesern im Oldenburger Land. Sie führte durch den Parcours und vermittelte den Mitarbeitenden wertvolle Informationen. Unterstützt wurde sie dabei von Heike Wolke, Referentin für Soziales Ehrenamt. 


Zurück zu allen Meldungen