Delegation aus Belarus besucht Malteser Hilfsdienst

Ein Mann und eine Gruppe hinter einem Rettungswagen
Die Delegation aus Belarus ließ sich von Alexander Helmke, Rettungswachenleiter in Vechta, auch über die Ausstattung eines Rettungswagens und die Rettungskette informieren. Foto Malteser / Ulrike Berg
Vier Frauen sprechen miteinander
Hiltrud Espelage (2. V. li.) erläutert eine Station des Demenzparcours. Dolmetscherin Tatjana Zhunk von der Caritas Minsk (2, v. re.) übersetzt. Foto Malteser / Ulrike Berg

Erfahrungs- und Ideenaustausch sowie Einblicke in hiesige Strukturen der Pflege und Betreuung älterer, auch demenziell erkrankter Menschen sowie des Rettungsdienstes: Darum ging es kürzlich schwerpunktmäßig während des fünftätigen Besuchs der Delegation aus Belarus beim Malteser Hilfsdienst im Oldenburger Land. Die achtköpfige Abordnung der Caritas Minsk um Direktor Pf. Anatoli Yaroshko wurde von Michael Daemen, Malteser Landeskoordinator Belarus in Deutschland, herzlich in Empfang genommen.

Auf dem abwechslungsreichen Programm standen unter anderem die Besuche der Malteser Rettungswache in Vechta sowie der Diözesangeschäftsstelle. Dort informierten die Referentin Soziales Ehrenamt, Heike Wolke, und die Referentin Ambulante Demenzarbeit, Hiltrud Espelage, über die unterschiedlichen Dienste für ältere Menschen. Besondere Aufmerksamkeit zog dabei der Demenzparcours auf sich. An den unterschiedlichen Stationen erfuhren die Besucherinnen und Besucher aus Belarus auf spielerische Art, an welche Grenzen demenziell erkrankte Menschen im alltäglichen Tun stoßen und wie groß das Unbehagen dabei ist. „Das Essen auf die Gabel bringen oder eine Jacke zuknöpfen – der Demenzparcours lässt die negativen Gefühle, die Menschen mit Demenz jeden Tag erleben, nachempfinden. So entwickelt sich ein besseres Verständnis“, erläutert Hiltrud Espelage. 

Weitere Programmschwerpunkte für die Belarus-Delegation waren der Austausch mit dem Personal der Demenzstation der Pflegeeinrichtung St. Franziskus-Haus in Goldenstedt und der Besuch der Behindertenwerkstätten des Andreaswerks in Vechta.

„Wir Malteser in Deutschland unterstützen bereits seit vielen Jahren die Caritasverbände in den Diözesen Minsk, Grodno, Pinsk und Vitebsk“, erklärt Michael Daemen. „Unsere Unterstützung geht trotz der erschwerten Rahmenbedingungen durch den Ukraine-Krieg weiter. Denn die hilfebedürftigen Menschen in Belarus können nichts für das politische System.“ Die Belarus-Hilfe durch die Malteser im Oldenburger Land währt bereits seit drei Jahrzehnten.


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