Rems-Murr-Kreis, 12. Juni 2025 – In einer feierlichen Veranstaltung ehrte der Souveräne Malteser Ritterorden am 11. Juni 2025 drei Persönlichkeiten, die durch ihr herausragendes Engagement für vom Krieg in der Ukraine betroffene Menschen ein deutliches Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung gesetzt haben. Michael Kögel, Anne Maurer und Tobias Maurer wurden mit der Einsatzmedaille „UCRAINA“ des Verdienstordens „Pro merito Melitensi“ ausgezeichnet – eine der höchsten zivilen Ehrungen des Souveränen Malteserordens.
Die Überreichung der Auszeichnung erfolgte durch Edmund Baur, Magistralritter des Ordens und Bundesbeauftragter für besondere Aufgaben, sowie Florian Hambach, stellvertretender Diözesanleiter Rottenburg-Stuttgart und Kreisbeauftragter Rems-Murr. Beide betonten in ihren Ansprachen, dass die Auszeichnung weit mehr als ein formaler Akt sei – sie sei ein Zeichen aufrichtiger Dankbarkeit für eine Haltung, die Mitmenschlichkeit über Bequemlichkeit stellt.
Wertschätzung aus Politik und Kommunen
Die Verleihung fand im Beisein zahlreicher geladener Gäste statt, ein Zeichen der Anerkennung und Unterstützung. Unter ihnen:
- Siegfried Lorek, Staatssekretär im Ministerium für Justiz und Migration
- Bürgermeister Jürgen Kiesl, Gemeinde Leutenbach
- Bürgermeister Jürgen Haas, Stadt Winnenden
- Karl-Heinrich Lebherz, Altbürgermeister von Winnenden
- Friedrich Seibold, Altbürgermeister von Birkmannsweiler, mit Gattin Karin Seibold
Ihre Anwesenheit war Ausdruck hoher Wertschätzung für das Engagement der Geehrten.
Großzügige Spende – eindringlicher Appell Im Rahmen der Verleihung erklärten sich Michael Kögel mit seiner Frau Annette sowie Tobias Maurer zu einer bedeutenden Spende bereit: Jeweils 10.000 Euro für die Malteser Hilfen im In- und Ausland – ein starkes Zeichen konkreter Solidarität. In einer bewegenden Ansprache appellierte Michael Kögel eindringlich an ein neues Miteinander in der Gesellschaft: „Deutschland steht vor großen Aufgaben. Ich bitte uns alle, den Blick aufs Große zu stellen und parteipolitische oder private Empfindlichkeiten und Wünsche zurückzustellen. Nur
wenn wir gemeinsam anpacken, können wir kommenden Generationen mit Stolz und Hoffnung Zuversicht spenden.“
Seine Worte fanden große Resonanz und verliehen der Verleihung eine tief berührende Note.
Verantwortung übernehmen – gemeinsam handeln
Die Auszeichnung geht an Menschen, die sich nicht zurückgezogen haben, sondern aktiv Verantwortung übernommen haben – durch finanzielle Unterstützung, verlässliche Partnerschaft und ein klares Bekenntnis zu christlicher Nächstenliebe. Der Orden würdigt nicht nur die sichtbare Wirkung, sondern auch die innere Haltung: „Ihr habt Euch für andere eingesetzt – ohne zu zögern, ohne Gegenleistung zu erwarten. Das verdient höchsten Respekt“, betonte Edmund Baur. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine leisten die Malteser mit Unterstützung aus dem In- und Ausland humanitäre Hilfe – von Hilfstransporten über psychosoziale Betreuung bis hin zu Kinderprogrammen und Qualifizierungsprojekten. Die Geehrten tragen mit ihrem Beitrag maßgeblich dazu bei, dass diese Hilfe möglich wird – konkret, wirksam und menschlich.
Ein Orden mit Geschichte und Auftrag
Der Malteserorden, gegründet im 11. Jahrhundert, gilt als ältester Krankenpflegeorden der Christenheit und ist heute mit diplomatischem Status in über 120 Ländern vertreten. Die Einsatzmedaille „UCRAINA“, verliehen durch den Großkanzler des Ordens, ist sichtbares Zeichen des Dankes. Ihre Tragegenehmigung durch das Bundespräsidialamt unterstreicht die besondere Würde dieser Auszeichnung. Diese Auszeichnung steht nicht für äußeren Glanz, sondern für innere Haltung. Sie steht für Verantwortung, die nicht verordnet werden kann, sondern aus Überzeugung
gelebt wird. Und sie ist eine Einladung: zur Mitgestaltung einer Gesellschaft, in der Hilfe kein Sonderfall ist – sondern selbstverständlicher Ausdruck von Gemeinsinn.