Schutz vor Enkeltrick und Schockanrufen: Großes Interesse an Informationsveranstaltung

Zahlreiche Menschen sitzen an Tischen und sehen gespannt zu, wie die Referenten der Veranstaltung ein Telefongespräch nachstellen.
Ein Polizeibeamter steht vor dem Publikum und erklärt etwas
Gruppenfoto der Referenten und besonderen Gäste

Am 1. Juli fand bei den Maltesern Osnabrück eine Informationsveranstaltung zum Thema Enkeltrickbetrug und Schutz vor Schockanrufen statt. Unter dem Titel "Fall drauf rein? Nein!" informierten Expertinnen und Experten über gängige Betrugsmaschen und gaben praktische Hinweise, wie man sich im Ernstfall richtig verhält.

Die Betrüger gehen psychologisch extrem geschickt vor, wie die Experten anhand von Beispielen verdeutlichten. Bei einem typischen Schockanruf meldet sich etwa eine weinende Stimme am Telefon und behauptet verzweifelt, einen tödlichen Unfall verursacht zu haben. Kurz darauf übernimmt ein vermeintlicher Polizist das Gespräch und fordert eine sofortige Kaution in bar oder Gold, um eine Haftstrafe abzuwenden. Beim klassischen Enkeltrick hingegen lassen die Täter ihr Opfer raten, wer am Apparat ist, und fordern kurz nach der Identifikation dringend Geld für eine angebliche Notlage oder einen Wohnungskauf.

Eingeladen zu dieser wichtigen Aufklärung waren unsere Kundinnen und Kunden aus dem Menüservice, Hausnotruf und Betreuungsdienst. Aufgrund des enormen Interesses wurde die Veranstaltung zusätzlich angeboten, und auch dieser Folgetermin war wieder sehr gut besucht. Die Veranstaltung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Präventionsverein Osnabrück e.V. und der Polizei Osnabrück durchgeführt. Als Gast war außerdem die Landtagsabgeordnete Anne Kura von Bündnis 90/Die Grünen anwesend.

Die anwesenden Polizeibeamten gaben den Gästen entscheidende Verhaltenstipps mit auf den Weg. Sobald am Telefon über Geld, Kautionen oder Wertsachen gesprochen wird, sollte man das Gespräch sofort beenden und den Hörer auflegen, da dies kein Zeichen von Unhöflichkeit, sondern reiner Selbstschutz ist. Danach gilt es, die Geschichte zu überprüfen, indem man die betroffenen Angehörigen unter der gewohnten und vertrauten Nummer selbst zurückruft. Zudem betonten die Experten nachdrücklich, dass echte Polizisten oder Justizbeamte niemals Bargeld, Schmuck oder Gold an der Haustür einfordern oder abholen würden.

In einem kleinen Theaterstück wurde anschaulich dargestellt, wie ein solcher Betrug eingefädelt wird und welche entscheidenden Hinweise auf eine betrügerische Absicht es gibt. In dem dargestellten Telefonat konnten sich Besucherinnen und Besucher wiederfinden und es war als Präsentation nachvollziehbar und leicht zugänglich, was den Lern- und Warneffekt der Veranstaltung spürbar verbessert hat.

Die Veranstaltung zeigte erneut, wie wichtig kontinuierliche Aufklärung und Prävention bei diesem Thema sind, um insbesondere ältere Menschen besser vor Telefonbetrug zu schützen.


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