Gemeinsam mit Engagierten aus den Auslandsdiensten der Malteser Gliederungen Büren und Rietberg aus der Erzdiözese Paderborn ging es im September nach Litauen. Persönliche Begegnungen und der fachliche Austausch standen im Mittelpunkt. Zugleich beschäftigte die Teilnehmenden die Frage, wie sich die Zusammenarbeit mit den litauischen Maltesern und weiteren Partnern vertiefen lässt. Die Reise zeigte eindrucksvoll, wie aus langjährigen Kontakten verlässliche Freundschaften entstehen. Daraus können neue gemeinsame Hilfsprojekte wachsen.
Begegnungen auf dem Weg nach Litauen
Schon auf dem Hinflug kam es zu einer besonderen Begegnung: Die Reisegruppe traf André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen. Später besuchte er die Malteser auch vor Ort. Bei einem gemeinsamen Abend auf dem Gelände der Malteser in Vilnius - auch der Dienstsitz des Botschafters des Ordens - richteten er und der Leiter der Malteser in Litauen einige Worte an die Gäste. In den anschließenden Gesprächen ging es um ehrenamtliches Engagement und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Dabei wurde auch die besondere Verbindung zwischen Deutschland und Litauen spürbar.
Neue Perspektiven für eine Partnerschaft in Utena
Am Freitag führte die Reise nach Utena. Dort lernten die Teilnehmenden die Arbeit der örtlichen Malteser näher kennen und tauschten sich über aktuelle Aufgaben sowie den Unterstützungsbedarf aus. Gemeinsam wurde beraten, an welchen Stellen künftig konkrete Hilfe möglich ist und wie eine verlässliche Partnerschaft Schritt für Schritt wachsen kann. Neben organisatorischen Fragen stand vor allem das persönliche Kennenlernen im Vordergrund, um das Vertrauen und Verständnis füreinander zu stärken.
35 Jahre Malteser in Litauen
Ein besonderer Höhepunkt folgte am Samstag in Kaunas: Die Gäste feierten das 35-jährige Bestehen der Malteser in Litauen und zugleich die langjährige deutsch-litauische Freundschaft. Zu den Mitreisenden gehörten Marina Stork, Bezirksbeauftragte für Ostwestfalen-Lippe, und Volker Horenkamp, Diözesanreferent Auslandsdienst. Auch Georg Khevenhüller, ehemaliger Präsident der Malteser in Deutschland, nahm teil. Die festliche Veranstaltung würdigte den langjährigen Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer für Menschen in Not. Mehrere Malteser erhielten Auszeichnungen für ihr besonderes Engagement. Auch die litauischen Malteser nahmen gemeinsam mit der First Lady Litauens Ehrungen vor.
Eine Partnerschaft mit Zukunft
Die Reise hat die bestehenden Kontakte vertieft und zugleich den Blick nach vorn geöffnet. Besonders der Austausch in Utena machte deutlich, wo künftig gemeinsame Unterstützung ansetzen kann. Nun gilt es, die Gespräche fortzuführen und aus den ersten Ideen konkrete Vorhaben zu entwickeln. So kann eine Partnerschaft entstehen, die dauerhaft trägt und den Menschen vor Ort zugutekommt.