Kevelaer. Bewegende Geschichten, eindrucksvolle Musik und ein ständiger Wechsel zwischen Lachen und Weinen: Die Benefiz-Konzertlesung „Letzte Lieder“ hat am Samstagabend rund 750 Menschen in die ausverkaufte Marienbasilika nach Kevelaer gelockt. Anlässlich des Welthospiztages hatten die Malteser im Bistum Münster zu der Veranstaltung eingeladen. Die Schauspieler Annette Frier und Christoph Maria Herbst erzählten Geschichten von Menschen am Ende ihres Lebens. Der Erlös des Abends kommt der ambulanten Hospiz- und Trauerarbeit der Malteser vom Niederrhein bis ins Münsterland zugute.
Rund zwei Stunden lang erlebten die Besucherinnen und Besucher ein Wechselbad der Gefühle. Auf nachdenkliche und traurige Geschichten folgten humorvolle Erzählungen und mitreißende Musikstücke. Mal herrschte ergriffene Stille in der Basilika, mal wurde herzlich gelacht. Gerade dieser Kontrast prägte den Abend: Die Konzertlesung rückte dabei immer wieder die Freude am Leben in den Mittelpunkt.
Geschichten vom Abschied und vom Leben
Grundlage der Konzertlesung ist das Buch- und Musikprojekt „Letzte Lieder“ des Autors und Bühnenkünstlers Stefan Weiller. Dafür besucht er schwerstkranke und sterbende Menschen und spricht mit ihnen über ihr Leben, ihre Erinnerungen und die Musik, die ihnen besonders viel bedeutet. Aus diesen Begegnungen entstehen persönliche Geschichten, die von Abschied und Verlust, aber ebenso von Liebe, Hoffnung und Humor erzählen.
In Kevelaer verliehen Annette Frier und Christoph Maria Herbst diesen Geschichten ihre Stimmen. Musikalisch begleitet wurden die Lesungen von einem Ensemble mit zahlreichen Musikerinnen und Musikern sowie dem Projektchor vom Niederrhein unter der Leitung von Brigitte Lehnen. Das Repertoire reichte von klassischen Werken über Popmusik bis hin zu bekannten Schlagern. Die Musik griff die Erinnerungen und Erlebnisse der porträtierten Menschen auf und verlieh ihren Geschichten eine zusätzliche emotionale Ebene.
750 Gäste unterstützen die Hospizarbeit
Neben dem kulturellen Erlebnis stand vor allem der Benefizgedanke im Mittelpunkt. Mit der Veranstaltung möchten die Malteser auf die Bedeutung der ambulanten Hospiz- und Trauerarbeit aufmerksam machen und zugleich Spenden für ihre Dienste sammeln.
„Wir sind überwältigt von der großartigen Resonanz und freuen uns sehr, dass wir einen so besonderen Abend erleben durften. Mit „Letzte Lieder“ möchten wir nicht nur berühren, sondern auch auf die wertvolle Arbeit unserer ambulanten Hospizdienste aufmerksam machen. Unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter leisten jeden Tag einen unschätzbaren Beitrag für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen. Umso schöner ist es, dass wir mit dieser Veranstaltung auch finanziell dazu beitragen können, diese wichtige Arbeit zu unterstützen“, sagt Ruth Schräder, Projektverantwortliche beim Malteser Hilfsdienst im Bistum Münster.
Die ambulanten Hospizdienste der Malteser begleiten schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige. Ehrenamtliche schenken Zeit, hören zu und unterstützen die Betroffenen in ihrer letzten Lebensphase. Darüber hinaus bieten die Malteser Trauerbegleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Der Erlös der Konzertlesung fließt in diese Angebote vom Niederrhein bis ins Münsterland.
Dritte Auflage der Benefiz-Konzertlesung
Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der vergangenen Jahre, zuletzt 2025 im Billerbecker Dom, fand „Letzte Lieder“ nun zum dritten Mal zugunsten sozialer Projekte der Malteser statt. Mit 750 verkauften Eintrittskarten war die Marienbasilika in Kevelaer innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.
Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch das Engagement zahlreicher Beteiligter sowie die Unterstützung von Sponsoren und Förderern. Ein besonderer Dank der Malteser gilt der DEVK, der Volksbank an der Niers und den zahlreichen Spendern, die die Benefiz-Konzertlesung unterstützt haben.