Ein Inklusionsprojekt für Kinder mit Albinismus in Tansania und der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser in Würzburg sollen mit den Kollekten aus den Gottesdiensten des nächsten Deutschen Katholikentags vom 13. bis 17.Mai 2026 in Würzburg unterstützt werden. Das hat die Katholikentagsleitung in ihrer jüngsten Sitzung entschieden.
Das Internat St. Albin im tansanischen Bistum Mbinga bietet Kindern mit Albinismus Schutz und Bildung als Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Die Einrichtung ist im südlichen Tansania in dieser Form einzigartig und speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Albinismus ausgerichtet.
Ziel ist es, jungen Menschen, die aufgrund ihrer seltenen genetischen Pigmentierung in ihrem Alltag besonderen gesundheitlichen und sozialen Herausforderungen begegnen, ein stabiles Leben zu ermöglichen und den Zugang zu Bildung zu eröffnen. Neben schulischer Förderung erhalten die Kinder medizinische Beratung sowie Sonnenschutz, Spezialbrillen und geeignete Hautpflege.
Ein zentrales Anliegen des Internats ist die Einbindung in das gesellschaftliche Leben vor Ort: Die Kinder besuchen gemeinsam mit anderen Kindern aus der Region dieselbe Schule. So werden Begegnung, gegenseitiges Verständnis und langfristig Akzeptanz gefördert.
„Ich freue mich gemeinsam mit den Verantwortlichen in Mbinga sehr darüber, dass dieses Projekt ausgewählt wurde. Kindern, die in ihrem Alltag oft wenig wahrgenommen werden, eröffnet sich hier eine Lebensperspektive, die ihre Stärken sichtbar macht. Und mit jedem Kind, das hier zu einem selbstbewussten Jugendlichen heranwächst, wird ein Beitrag dazu geleistet, Vorurteile abzubauen und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken“, erläutert Burkhard Pechtl, Afrikareferent in der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Würzburg.
Pechtl begleitet das Projekt für das Bistum Würzburg im Rahmen der seit 35 Jahren bestehenden Partnerschaft mit dem Bistum Mbinga in Tansania. „Die Kollekte des Katholikentags fließt konkret in den Neubau eines dringend benötigten Schlafsaals“, so Pechtl weiter.
Das zweite ausgewählte Projekt ist der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser in der Diözese Würzburg. Seit 2017 werden damit – rein spendenfinanziert - letzte Wünsche von schwerstkranken und sterbenden Erwachsenen und Kindern erfüllt - ehrenamtlich, kostenfrei, wenn nötig oder gewünscht medizinisch und hospizlich begleitet. Das kann der Besuch eines Fußballspiels oder Konzerts sein, die Teilnahme an einer Familienfeier, die Fahrt an den geliebten Urlaubsort oder in die Vertrautheit des eigenen Wohnzimmers. Die Erfüllung dieser Herzensangelegenheit bedeutet für die Menschen, noch etwas persönlich Wichtiges erlebt oder zu Ende geführt zu haben, sich zu verabschieden von Menschen und/oder Orten, die im Leben eine Bedeutung hatten. In diesen oft unbeschwerten Momenten treten Krankheit und Sterben in den Hintergrund. „Die Unterstützung durch den Katholikentag ist eine ganz besondere Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements unserer Helferinnen und Helfer, die in diesen Dienst sehr viel Herzblut stecken“, freut sich Martina Mirus, ehrenamtliche Diözesanleiterin der unterfränkischen Malteser über die Entscheidung der Katholikentagsleitung.
Diese Pressemitteilung wird vom Bistum Würzburg, den Maltesern und dem Katholikentag versendet. Wir bitten mehrfach Sendungen zu entschuldigen.