Nachhaltigkeit

Die Klimastrategie des Malteser Hilfsdienst wird fortgeschrieben

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Lena Kirchner/Malteser

Warum wird die Klimastrategie fortgeschrieben?

Weil Klimaschutz kein Projekt mit Enddatum ist. Seit 2020 arbeitet der Malteser Hilfsdienst auf Grundlage einer eigenen Klimastrategie. Damals wurde erstmals systematisch bilanziert, wo Emissionen entstehen: im Fuhrpark, in Gebäuden, in der Beschaffung von Verbrauchsmaterialien. Darauf folgten die ersten Ziele zur Emissionsreduktion und entsprechende Maßnahmen, beispielsweise die zentrale Beschaffung von Ökostrom und die ersten E-Fahrzeuge im Fuhrpark.

Nach fünf Jahren hat eine Kommission des Präsidiums sich nun angeschaut, welche Erfahrungen die Malteser gemacht haben und welche Schlüsse sich daraus ziehen lassen.

Wer hat die Weiterentwicklung erarbeitet?

Die Kommission zur Klimastrategie hat die bisherigen Erfahrungen überprüft und Empfehlungen für die nächsten Jahre erarbeitet. Die Kommission vereint unterschiedliche Perspektiven aus dem Verbund: Nachhaltigkeit, Immobilien, Einkauf, regionale Geschäftsführung, Diözesanleitung sowie Helferschaft, Jugend und Präsidium. Das Ziel war klar: Klimaschutz muss praktikabel sein. Und er muss im Alltag funktionieren.

Was bleibt – und welche Ziele gelten bis 2030?

Das Ergebnis nach fünf Jahren: Die CO₂-Emissionen pro hauptamtlich Mitarbeitendem konnten um knapp 10 Prozent gesenkt werden, sowie jährlich im Durchschnitt um 2,5 Prozent. Diese Entwicklung zeigt: Der eingeschlagene Weg wirkt – und genau deshalb wird er fortgeführt.

Emissionen sollen so weit wie möglich vermieden und systematisch gesenkt werden. Für unvermeidbare Emissionen übernimmt der Malteser Hilfsdienst Verantwortung. Auch die zentralen Handlungsfelder – Mobilität, Gebäude, Energie, Beschaffung und Sensibilisierung – bleiben bestehen.

Gleichzeitig werden die Ziele für den Zeitraum bis 2030 konkretisiert: Insgesamt will der Malteser Hilfsdienst die relativen Emissionen bis 2030 um 15 Prozent gegenüber 2025 senken, mit einer durchschnittlichen Reduktion um 3 Prozent pro Jahr.

Wie sieht die Umsetzung konkret aus?

Die Fortschreibung der Klimastrategie setzt stärker auf Verbindlichkeit und Struktur. Im Bereich Mobilität bedeutet das: Der Ausbau der Elektromobilität wird konsequent weitergeführt, Dienstreisen werden klarer geregelt und die Ladeinfrastruktur Schritt für Schritt aufgebaut. Gleichzeitig wird in Gebäude und Energieeffizienz investiert – durch Ökostrom, ein systematisches Energiemanagement und wirtschaftlich sinnvolle Sanierungen.

Auch in der Beschaffung sollen ökologische Kriterien noch selbstverständlicher werden. Und nicht zuletzt bleibt die Sensibilisierung ein wichtiger Baustein: Schulungsangebote und Informationsformate sorgen dafür, dass Klimaschutz nicht nur strategisch beschlossen, sondern im Alltag gelebt wird.

Was ändert sich beim Umgang mit unvermeidbaren Emissionen?

Die bisherige CO₂-Kompensation wird weiterentwickelt zum Klimabeitrag: Weg vom Anspruch zum Ausgleich von Emissionen, hin zur bewussten Entscheidung für Projekte mit großer klima- und sozialer Wirkung.

Die Malteser Hilfsdienst gGmbH stellt darüber hinaus weiterhin jährlich mindestens 0,1 Prozent der Betriebsleistung für die eigene klimafreundliche Entwicklung bereit.


Was passiert mit der Klimaprämie?

Die Klimaprämie wird nicht abgeschafft, sondern weiterentwickelt. Nach vier erfolgreichen Jahren wird aktuell ein neues Konzept erarbeitet, das:

  • stärker die Vielfalt des Engagements sichtbar macht
  • gezielter an das Energiemanagement der Malteser anknüpft
  • und Klimaschutz im Alltag weiter verankert