Hilfsorganisationen im Einsatz für Frankfurt: große Belastung für Einsatzkräfte bei Hitzewelle

5 Rettungskräfte und 2 Rettungsfahrzeuge (Foto: Malteser)

Frankfurt am Main, 2. Juli 2026. Die Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz Frankfurt (DRK Frankfurt), Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) leisten im Rettungsdienst sowie im Zivil- und Katastrophenschutz der Stadt Frankfurt einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit der Frankfurter Bevölkerung. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden stehen aktuell vor besonderen Herausforderungen: Die anhaltende Hitzewelle erfordert maximale Einsatzbereitschaft und belastet die Einsatzkräfte stark. Am vergangenen Sonntag etwa, als die Hitze besonders extrem war, kam mit dem Ironman eine Großveranstaltung als weitere Herausforderung hinzu. Durch das gemeinsame Engagement aller beteiligten Organisationen konnten mehrere Ergänzungs-Rettungswagen sowie zusätzliche Rettungswagen und darüber
hinaus dank der Unterstützung ehrenamtlicher Einsatzkräfte im Katastrophenschutz weitere 15 Fahrzeuge für Hilfeleistungen und Transporte mobilisiert werden.

Ehrenamt als tragende Säule – Vielfältige Aufgaben in Krisenzeiten
Sowohl die hauptamtlichen Kräfte als auch die vielen Ehrenamtlichen zeigen in diesen Tagen herausragenden persönlichen Einsatz. Ihr Engagement im Zivil- und Katastrophenschutz bildet das Fundament für die Sicherheit der
Bevölkerung. Neben dem regulären Rettungsdienstbetrieb übernehmen die Hilfsorganisationen zahlreiche weitere Aufgaben, u.a. die sanitätsdienstliche Absicherung von Großveranstaltungen, die Unterstützung beim Aufbau von Notunterkünften sowie die psychosoziale Notfallversorgung oder auch den Verpflegungsdienst.

Die zusätzliche Bereitstellung von Rettungsfahrzeugen und
Katastrophenschutz-Einheiten seit vergangenem Sonntag zeigt die hohe Einsatzbereitschaft und die Handlungsfähigkeit des Frankfurter Rettungs- und Katastrophenschutzsystems, das der guten Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt zu verdanken ist.

Hitzeschutz mit konkreten Maßnahmen notwendig
Um die Arbeitsbedingungen besonders bei Einsätzen außerhalb der Rettungswachen bei Hitze erträglicher zu machen, fordern die vier Organisationen die zügige Umsetzung eines stadtweiten Hitzeschutzkonzepts.
Während es für die Rettungswachen bereits Ansätze gibt, fehlen bislang Maßnahmen, die die Kolleg*innen während ihrer Einsätze außerhalb der Wachen schützen und entlasten.

Unsere Einsatzkräfte leisten unter extremen Bedingungen
Außergewöhnliches“, sagt Dierk Dallwitz, Geschäftsführer DRK
Bezirksverband Frankfurt am Main e.V. „Die aktuellen Temperaturen sind besonders auch für unsere haupt- und ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen eine große körperliche Belastung. Ein stadtweites Hitzeschutzkonzept und konkrete Maßnahmen für den Rettungsdienst sind dringend notwendig, denn die Gesundheit unserer Teams hat oberste Priorität.“

Dank an die Feuerwehr Frankfurt
Die Hilfsorganisationen bedanken sich ausdrücklich bei der Feuerwehr Frankfurt für die enge, vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit in diesen herausfordernden Tagen. Nur gemeinsam lässt sich die Sicherheit der Menschen in Frankfurt auch unter extremen Bedingungen gewährleisten.

„Die Infrastruktur in Deutschland ist auf diese Hitzelagen nicht eingestellt, es fehlen insbesondere in den älteren Fahrzeugen des Katastrophenschutzes wie auch in den Krankenhäusern und Altenheimen, Klimaanlagen. Wir müssen uns in Deutschland auf heißere Sommer einstellen und dafür eine entsprechende Vorsorge treffen. Vor diesem Hintergrund leisten unsere Mitarbeiter, ehrenamtlichen Helfer und alle im Gesundheitswesen Tätigen, Großartiges, zum Teil hart an der Belastungsgrenze. Dafür meinen ganz herzlichen Dank und die Bitte durchzuhalten, die Notfallpatienten brauchen uns dieser Tage mehr denn je“, so Thomas Müller-Witte, Geschäftsführer ASB Regionalverband Frankfurt am Main.

„Die vergangene Woche hat unsere Einsatzkräfte vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt. Extreme Temperaturen und eine anhaltend hohe Einsatzbelastung verlangten allen Beteiligten alles ab. Besonders beeindruckend war der unermüdliche Einsatz unserer haupt- und
ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen, die selbst nach kräftezehrenden und hitzebelastenden Arbeitstagen weitere Fahrzeuge zum Wohle Frankfurts besetzten und zusätzliche Dienste übernahmen. Zahlreiche Einsatzkräfte kamen dabei auch an ihre Belastungsgrenzen. Diese außergewöhnliche Leistung verdient höchsten Respekt und größte Anerkennung. Allen
Einsatzkräften gilt mein aufrichtiger Dank für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Einsatzbereitschaft und ihre beeindruckende Hingabe zum Wohl unserer Gemeinschaft“, betont Oliver Pitsch, Regionalvorstand Johanniter-Unfall-Hilfe Rhein-Main und fügt hinzu: „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, nun konkrete
Hitzeschutzmaßnahmen zum Schutze unserer Patientinnen und Patienten und Mitarbeitenden umzusetzen.“

Markus Schips, Bezirksgeschäftsführer Rettungsdienst Hessen, Malteser Hilfsdienst, sagt: „Die letzten Tage haben wieder einmal gezeigt: Ein leistungsfähiger und verlässlich finanzierter Zivil- und Katastrophenschutz sowie Rettungsdienst sind kein Luxus, sondern eine unverzichtbare Sicherheitsgarantie für die Menschen in unserer Stadt. Den Einsatzkräften im Haupt- und Ehrenamt gilt unser großer Dank – sie halten das System selbst unter extremen Bedingungen am Laufen."


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