Alzenau. Ein Regenbogen verbindet Himmel und Erde und steht für Hoffnung, Trost und Zuversicht. Unter diesem Leitgedanken stand die Aussendungsfeier der neuen Hospizbegleiterinnen und -begleiter, der Malteser Aschaffenburg in der Kapelle des BRK Seniorenwohnens in Alzenau. Nach rund einem halben Jahr intensiver Ausbildung beginnt für die sieben neuen Ehrenamtlichen nun ein besonderer Dienst: Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, ihnen Zeit zu schenken und ihnen auch in schwierigen Momenten beizustehen.
Sieben Frauen und Männer haben den Ausbildungskurs erfolgreich absolviert, eine Teilnehmerin konnte krankheitsbedingt nicht an der Feier teilnehmen. In der Ausbildung setzten sie sich intensiv mit den unterschiedlichen Facetten der Hospizarbeit auseinander. Die Kursleitung lag bei Christina Neumann und Marion Perner. Unterstützt wurden sie von Petra Look-Herber, Ursula Dampke und weiteren Ehrenamtlichen.
Die Aussendungsfeier wurde von den Kursteilnehmenden selbst vorbereitet und gestaltet. Malteser Ortsseelsorger Andreas Hanel hielt die Feier und griff das Bild des Regenbogens als Symbol für die Hospizarbeit auf. Denn Hospizbegleitung bedeutet vor allem, da zu sein: zuzuhören, Nähe zu schenken, Ängste und Sorgen auszuhalten und Menschen in einer besonders sensiblen Lebensphase mit Würde und Respekt zu begegnen.
„Hospizbegleitung bedeutet, Menschen nicht allein zu lassen“, wurde bei der Feier deutlich. Die neuen Hospizbegleitenden möchten ihre Zeit und ihre persönlichen Fähigkeiten einbringen, um schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige zu unterstützen und ihnen ein Stück Lebensqualität und Zuversicht zu schenken.
Wertschätzung für dieses wichtige Ehrenamt kam auch aus Politik und Gesellschaft. Grußworte sprachen Malteser Diözesanleiterin Martina Mirus, die stellvertretende Orts- und Kreisbeauftragte Claudia Sommer, der Alzenauer Bürgermeister Stefan Noll sowie Landrat Dr. Alexander Legler.
Eine besondere Nachricht hatte Stefan Noll als Vorstandsmitglied des Hospizfördervereins dabei: Der Hospizförderverein übernimmt die gesamten Kosten der Ausbildung. Damit wird das Engagement der neuen Hospizbegleitenden und die Bedeutung der Hospizarbeit in der Region nachhaltig unterstützt.
Ein besonderer Dank geht auch an das BRK Seniorenwohnen in Alzenau: dieses stellte regelmäßig Räumlichkeiten für die Ausbildung zur Verfügung. Zudem ist das Stationäre Hospiz Alzenau bereits seit vielen Jahren Kooperationspartner der Malteser. Gemeinsam tragen die beteiligten Organisationen dazu bei, schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen bestmöglich zu begleiten.
Mit ihrer Aussendung übernehmen die neuen Hospizbegleitenden nun eine wertvolle Aufgabe. Sie schenken Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe – und werden damit zu einem „Band von Hoffnung, Trost und Zuversicht“ für Menschen am Ende ihres Lebens.