Münster. Der Malteser-Herzenswunsch-Krankenwagen hat am 3. Januar 2026 erneut einen besonderen Wunsch erfüllt. Ziel war der nordfriesische Küstenort Schillig.
Herzenswunsch führt Familie zurück an einen besonderen Ort
Der 59-jährige Michael Voßel, der an der seltenen und schweren neurologischen Erkrankung MSA-C leidet und auf einen Rollstuhl angewiesen ist, wünschte sich, gemeinsam mit seiner Ehefrau, seinen beiden erwachsenen Söhnen und seiner Schwiegertochter noch einmal nach Schillig zu reisen. Dort hatte die Familie in der Vergangenheit schöne Urlaube verbracht.
Begleitet von den ehrenamtlichen Maltesern Dennis Sahle und Leah Roemert aus Ochtrup startete die Fahrt gegen 9 Uhr am Wohnort der Familie. Trotz winterlicher Straßenverhältnisse und Schneefalls erreichte der Herzenswunsch-Krankenwagen sein Ziel gegen 12.30 Uhr sicher.
Ehrenamtliches Engagement macht unvergesslichen Tag möglich
In Schillig kehrte die Familie zunächst im Restaurant „8 Grad Ost“ ein, wo sie sich für die geplante Wattwanderung stärken konnte. Das Mittagessen wurde großzügig vom Restaurant gespendet. Anschließend ermöglichte Wattführer Joke Pouliart vom Wattwanderzentrum Ostfriesland Herrn Voßel die Teilnahme an der Tour: Mit einem speziellen Wattrollstuhl ging es bis an die Tidenkante. Rund eine Stunde lang vermittelte der Wattführer Wissenswertes und Geschichten rund um das Wattenmeer, das als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet ist.
Durchgefroren, aber glücklich trat die Familie am Nachmittag die Rückfahrt an und erreichte gegen 19 Uhr wieder ihr Zuhause. Die Dankbarkeit war groß. Die Ehefrau von Herrn Voßel fasst den Tag so zusammen: „So toll, der ganze Tag war spitze. Es war ein Traum – alle waren am Lachen, endlich etwas Positives in einer schweren Zeit. Ich hätte nicht gedacht, dass man in einen einzigen Tag so viel Freude packen kann.“
Auch für die Malteser war diese Fahrt etwas Besonderes. „Zu sehen, wie viel Freude und Kraft ein erfüllter Herzenswunsch schenken kann, berührt uns jedes Mal aufs Neue. Unser Ehrenamt zeigt hier eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen ihre Zeit und ihr Engagement für andere einsetzen“, betont Eveline Kamphorst, Koordinatorin des Malteser-Herzenswunsch-Krankenwagens.