Ein Freund, der zuhört
Nuki ist kein gewöhnlicher Bär. Sein Name leitet sich von „Notunterkunft“ ab – und er hat eine besondere Aufgabe: Kindern in Unterkünften einen sicheren Raum zu schenken – für ihre Sorgen, Träume und alles, was sie bewegt. Das Konzept, das vor zwei Jahren in der Kunsttherapie der Malteser in Stuttgart entstanden ist, hilft Kindern spielerisch, belastende Erfahrungen zu verarbeiten. Sie sollen erleben: Ich bin wichtig, und ich werde gehört. Auch eine Workshopreihe rund um Nuki wird angeboten.
Der beliebte Nuki verteilte während seines Besuchs nicht nur Umarmungen und High-Fives an die Kinder, sondern brachte auch eine wichtige Botschaft mit: Alle sollen das Nuki-Feeling spüren.
„Das Nuki-Feeling heißt, dass jedes Kind sich sicher und gesehen fühlen darf. Es erinnert uns daran, dass Kinderschutz uns alle angeht – nicht nur pädagogische Fachkräfte, sondern alle, die hier arbeiten. Gemeinsam tragen wir diese Verantwortung“, erklärt Lady Parra.
Briefe und Handabdrücke in bunten Farben
An verschiedenen Stationen schreiben und malen die Kinder Briefe an Nuki, tauchen ihre Hände in Farbe und hinterlassen bunte Abdrücke auf einer großen Leinwand. Youssuf etwa schreibt, dass er Bayern München liebt und Fußballprofi werden möchte. Andere Kinder malen sich selbst, Sonnen, Bäume oder ihre Lieblingstiere.
Die Leinwand mit den Handabdrücken aller Kinder wird später in der Eingangshalle hängen. Die vielen Briefe landen in Nukis rotem Briefkasten – dieser bekommt einen festen Platz in der Unterkunft.
Selfies mit Nuki
Zum Abschluss machen alle noch Fotos. Nuki posiert geduldig und freut sich, wie nett er hier in der Unterkunft aufgenommen wird. Dann heißt es Abschied nehmen.
„Nuki! Nuki!“, rufen die Kinder, als der Bär sich langsam auf den Weg zum Ausgang macht. Er dreht sich um, winkt – und man hat das Gefühl, dass dieser Nachmittag den Kindern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Wir sagen danke!
Ein besonderer Dank geht an die Förderer des Projekts NUKI: Vector Stiftung, die Ferry Porsche Stiftung, die Heidehof Stiftung und die Diözese Rottenburg-Stuttgart!