Schon lange bevor am Freitagabend die ersten Gäste eintrafen, liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Organisationsteam hatte in diesem Jahr für Abwechslung gesorgt und die Weinauswahl neu zusammengestellt. Dafür ging es bereits im Vorfeld zum Weingut Graf Neipperg, wo verschiedene Weine verkostet und für das diesjährige Weindorf ausgewählt wurden. Denn hinter einem gelungenen Festwochenende stecken nicht nur die sichtbaren Stunden am Ausschank, sondern viele weitere Stunden Planung, Organisation, Aufbau und Vorbereitung.
Von Freitagabend bis Sonntagabend war das Malteser Team schließlich vor Ort. Wein mit und ohne Alkohol, alkoholfreie Getränke und die inzwischen etablierte Blaulichtbar sorgten für eine abwechslungsreiche Auswahl. Dazu gab es eine Käseschale mit Käsewürfeln, Trauben und Baguette. Vor allem aber war das Weindorf ein Ort der Begegnung: Menschen kamen miteinander ins Gespräch, trafen alte Bekannte oder machten es sich einfach in der besonderen Atmosphäre des Storchenplatzes gemütlich.
Blaulicht zum Anfassen
Am Samstag und Sonntag wartete zur Mittagszeit eine besondere Premiere auf die Besucherinnen und Besucher. Erstmals ergänzte eine Spiel- und Erlebnisstraße das Weindorf und machte die Arbeit der Malteser für Groß und Klein erlebbar.
Auf dem Storchenplatz gab es einiges zu entdecken: Einsatzfahrzeuge und Ausrüstung der Höhenrettung und der Unterstützungs- und Rettungsdienst (URD) konnten aus nächster Nähe angeschaut werden. Wer selbst aktiv werden wollte, konnte die Reanimation an einer Übungspuppe ausprobieren oder lernen, wie ein Verband richtig angelegt wird. Und während die einen ihr Wissen in Erster Hilfe auffrischten, konnten sich die jüngeren Besucherinnen und Besucher beim Glitzertattoo des Malteser Hospizdienstes eine ganz persönliche Erinnerung an das Festwochenende mit nach Hause nehmen.
So wurde aus dem Weindorf für einige Stunden ein kleiner Blaulicht-Erlebnisplatz. Zwischen Einsatzfahrzeugen, Erste-Hilfe-Übungen und Glitzertattoos entstanden viele Gespräche – und vielleicht wurde bei dem einen oder anderen auch die Neugier auf die Arbeit der Malteser geweckt.
Ehrenamt, das verbindet
Was für die Gäste nach einem entspannten Wochenende mit Wein, Musik und guter Gesellschaft aussieht, bedeutet für die vielen Helferinnen und Helfer zahlreiche Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Vom ersten Planungstreffen über die Weinauswahl und die Vorbereitung bis hin zu Aufbau, Ausschank und Abbau waren viele Hände gefragt.
Gerade das macht das Weindorf zu etwas Besonderem: Es ist nicht nur ein Teil der Reichsstädter Tage, sondern auch ein Ausdruck dessen, was die Malteser ausmacht – Menschen, die ihre Zeit investieren und gemeinsam etwas auf die Beine stellen.
Nach drei intensiven Tagen mit vielen Gesprächen, zahlreichen Gästen und einer rundum gelungenen Atmosphäre ging das 50. Jubiläum der Reichsstädter Tage schließlich auch für die Malteser zu Ende. Zurück bleiben viele schöne Begegnungen, neue Kontakte und die Gewissheit: Das Weindorf auf dem Storchenplatz ist längst mehr als ein Ort, an dem Wein ausgeschenkt wird. Es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen.